Siegerin im Landeswettbewerb
Sarah Burmeister ist Nordrhein-Westfalens beste Friseurin

Nottuln/Gütersloh -

Gegen sieben Konkurrenten setzte sich die Friseurin Sarah Burmeister durch und belegte einwandfrei den ersten Platz beim Landeswettbewerb – und ist damit die beste Friseurin in NRW. Vier Wochen hat Sarah sie nun Zeit, um sich auf ihren Antritt beim Bundeswettbewerb in Erfurt am 10. November vorzubereiten.

Freitag, 11.10.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 11.10.2019, 07:30 Uhr
Sarah Burmeister aus Nottuln gewann den Praktischen Leistungswettbewerb der Friseurhandwerksjugend – und vertritt nun das Land NRW beim Bundeswettbewerb in Erfurt. Dort tritt sie gegen 15 Konkurrenten an – jedes Bundesland entsendet ihren besten Friseur dorthin.
Sarah Burmeister aus Nottuln gewann den Praktischen Leistungswettbewerb der Friseurhandwerksjugend – und vertritt nun das Land NRW beim Bundeswettbewerb in Erfurt. Dort tritt sie gegen 15 Konkurrenten an – jedes Bundesland entsendet ihren besten Friseur dorthin. Foto: Leon Seyock

Eiskalt lief es Sarah Burmeister den Rücken runter. „Sie haben gewonnen und vertreten nun das Land Nordrhein-Westfalen beim Bundeswettbewerb!“, schallte es durch das Mikrofon. „Meine Augen sind mir fast aus dem Kopf gefallen“, sagt die Nottulnerin heute, einige Tage nach dem nervenaufreibenden Wettkampf in Gütersloh.

Ein Blick zurück: Sarah Burmeister, die in Nottuln lebt und im Salon Bronstering in Holtwick arbeitet, legte im Sommer ihre Gesellenprüfung mit Bestnote ab. Anschließend bewarb sie sich als Kammerbeste für den Praktischen Leistungswettbewerb der Friseurhandwerksjugend. „So eine Chance bekommt man nie wieder“, sagt Saloninhaber Dieter Bronstering. Gemeinsam machten sie sich schließlich auf die Reise zum Wettbewerb in Gütersloh.

„Man fiebert richtig mit“

„Ich war sehr aufgeregt“, blickt Burmeister auf den entscheidenden Tag zurück. Ihre Aufgabe: Eine Hochsteckfrisur modellieren sowie einen Herren- und einen Damenhaarschnitt präsentieren. Die Schnitte müssen exakt mit einem von ihr ausgewählten Bild aus einem Modemagazin übereinstimmen. Jede noch so kleine in die falsche Richtung geföhnte Strähne wird mit Punktabzug bestraft. Verständlich, dass die Hände der jungen Friseurin beim Start zitterten. „Hoffentlich schneide ich mir nicht in den Finger, habe ich noch gedacht“, sagt Burmeister und lacht. Einige Meter weiter abseits, hinter einer Absperrung, stand ihr Chef Dieter Bronstering. „Man fiebert richtig mit“, erinnert er sich, wie er vor Aufregung auf- und abgelaufen ist. Tipps oder Hilfestellungen durfte er nicht geben – Punktabzug.

„Der Druck war sehr hoch“

Alle acht Friseure aus sieben Kammern in NRW sind in der Halle gleichzeitig angetreten. „Natürlich schaut man dann auch links und rechts, wie weit die Nachbarn sind oder was sie gerade machen“, berichtet Burmeister. Ihrer Aufregung tat das allerdings nicht besonders gut – „ich war bis zum Ende angespannt“, sagt sie. 50 Minuten für die frei gewählte Hochsteckfrisur, 60 für den Herrenschnitt und 80 Minuten Zeit für den Damenschnitt hatten die Teilnehmer des Wettbewerbs. Dabei gingen die drei Aufgaben nahtlos ineinander über. „Der Druck war sehr hoch“, meint Bronstering.

Am Nachmittag dann der entscheidende Moment: Die aus fünf Fachleuten bestehende Jury verkündet den Sieg von Sarah Burmeister. Alle stürmten sofort auf die junge Nottulnerin zu. Allen voran natürlich ihr Chef Dieter Bronstering. „Das ist unglaublich“, kann er den Erfolg auch heute noch kaum fassen.

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