Feuerwehr simuliert Bahnunglück
Lore und 1600-PS-Lok im Übungsdebüt

Ahlen -

Folgenreiche Kollisionen zwischen Zügen und Pkw hat es an Ahlener Bahnübergängen seit Verschwinden der Zechenbahn nicht mehr geben. Die Feuerwehr war am Mittwoch dennoch froh, ein solches Szenario erstmals üben zu können.

Donnerstag, 10.10.2019, 16:00 Uhr
Insgesamt waren sechs Fahrzeuge mit 33 Kräften im Einsatz. Für alle Fälle wurde der Unfallort mit Brandschutzmaßnahmen abgesichert.
Insgesamt waren sechs Fahrzeuge mit 33 Kräften im Einsatz. Für alle Fälle wurde der Unfallort mit Brandschutzmaßnahmen abgesichert.

Seit einigen Monaten ist die Zugverbindung zum Logistikzentrum Haver im Industriegebiet Ost aktiv. Seitdem hat Ahlen nach langer Zeit durch die Anbindung an das Netz der Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) wieder einen unbeschrankten Bahnübergang auf der Maybachstraße.

Ein willkommener Anlass für die Ahlener Feuerwehr, am Mittwochabend einen Übungseinsatz zu fahren, der es in sich hatte: „Kollision zwischen einer WLE-Lok und einem Pkw“ lautete die fiktive Einsatzmeldung, der ein großes Aufgebot an Kräften und Fahrzeugen folgte.

Der Übungseinsatz fand an der Gersteinstraße vor dem Betriebsgelände von Winkelmann Power Train statt. Die Idee dazu hatte Oberfeuerwehrmann Dustin Zimmermann, hauptberuflich als Instandhalter bei der Bahn tätig. „Mir war wichtig, die Kollegen auf dieses Szenario zu schulen“, spielte er auf den neuen Bahnübergang an. So fand schon im Januar eine theoretische Unterweisung statt, in der die Feuerwehrleute unter anderem mit für sie notwendiger Loktechnik vertraut gemacht wurden. Anschließend wurde beim WLE-Notfallmanagement die Mitarbeit angefragt, die sofort zugesagt wurde.

Dementsprechend wurde eine 1600 PS starke „MaK-G-1600“-Diesellok zur Verfügung gestellt. „So einen Unfall hatten wir hier noch nicht“, war Lokführer Till Recker froh, mit dem Unfallszenario nur in einer Übung in Berührung zu kommen. Auch für Michael Schulte, bei der Übung als WLE-Notfallmanager tätig, war es eine besondere Situation. In der Regel werden Notfälle auf dem WLE Betriebsgelände geübt.

Feuerwehr simuliert Bahnunglück

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  • Foto: Ralf Steinhorst
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Die Unfallstelle konnte von den 33 Einsatzkräften aus der Hauptwache und der Wache Süd, die in sechs Einsatzfahrzeugen zur Unfallstelle geeilt waren, nur über die Bahngleise erreicht werden. Eine Erschwernis, die bei jedem Schritt Behutsamkeit abverlangte, um nicht über den groben Schotter oder die Bahngleise zu stolpern. Gut, dass auch der Abrollbehälter für Rüstmaterial mit vor Ort war. Denn der enthielt eine auf Gleisen fahrbare Lore, die bei bisherigen Einsätzen nie gebraucht wurde.

Beim Unfallszenario schob die Lok den Pkw einige Meter vor sich her, so dass die drei Insassen, zwei davon durch Puppen imitiert, eingeklemmt waren. Der Lokführer erlitt einen Schock und musste ebenfalls versorgt werden. Der Rettungseinsatz wurde von Einsatzleiter Jens Schüsseler in zwei Abschnitte gegliedert. Der erste Abschnitt war für die technische Rettung inklusive der Personenrettung zuständig, der Zweite mit der Sicherung, die die Ausleuchtung und die Sicherstellung Brandschutz beinhaltete.

„Das war sehr realistisch vorbereitet – super!“, zeigte sich Einsatzleiter Jens Schüsseler in seiner Bilanz beeindruckt. Es war die erste Übung in Verbindung von Lok und Pkw, von daher ein Debüt für alle Beteiligten in Ahlen. Aber auch seine Einsatzkräfte bekamen ein großes Lob, besonders aufgrund der ganz neuen Unfallsituation: „Mir hat gefallen, dass besonders ruhig gearbeitet wurde.“

Mir hat gefallen, dass besonders ruhig gearbeitet wurde.

Einsatzleiter Jens Schüsseler
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