Großeinsatz an Schulze-Bremer-Straße
Zwei Hochhäuser evakuiert

Senden -

Mit einem Großaufgebot an Kräften ist die Feuerwehr in der Schulze-Bremer-Straße im Einsatz gewesen. Zwei Häuser mit etwa 70 Bewohnern mussten evakuiert werden. Das Löschen des Feuers in einem weitläufigen Keller entpuppte sich als schwierig. Gegen 13 Uhr rückte die Wehr vorerst ab. Kontrollen am Abend folgen noch.

Sonntag, 22.09.2019, 07:24 Uhr aktualisiert: 26.09.2019, 07:39 Uhr
Im Keller eines Hauses an der Schulze-Bremer-Straße brach ein Feuer aus. Die Wehren sind mit einem Großaufgebot an Kräften im Einsatz, zwei Häuser wurden evakuiert.
Im Keller eines Hauses an der Schulze-Bremer-Straße brach ein Feuer aus. Die Wehren waren mit einem Großaufgebot an Kräften im Einsatz, zwei siebenstöckige Gebäude wurden evakuiert. Foto: Feuerwehr

Ein Brand an der Schulze-Bremer-Straße hat am frühen Sonntagmorgen zu einem Großeinsatz geführt. Das Feuer ist im Keller eines Hochhauskomplexes ausgebrochen. Die Alarmierung erfolgte laut Leitstelle um 0.45 Uhr. Zwei siebenstöckige Mehrfamilienhäuser mussten von der Feuerwehr evakuiert werden. Die Lage war dramatisch, wie die Feuerwehr selbst einräumte.

Schwieriger Kampf gegen die Flammen

Das Lokalisieren und Bekämpfen des Brandherds erwies sich als schwierig. Das Feuer war in einem weitläufigen Keller ausgebrochen, der sich unterhalb der beiden Hochhäuser und über ihre Abmessungen hinaus unterirdisch erstreckt, so Einsatzleiter Manfred Overbeck.

Sicherheit der Bewohner oberste Priorität

Um die Rauchentwicklung, die das Treppenhaus erreicht hatte, einzudämmen, wurde der Zugang zum Keller verschlossen. Bevor die komplizierte Brandbekämpfung aufgenommen wurde, stand die Evakuierung der 70 Bewohner an. Um sicher zu gehen, dass alle Hausbewohner das Gebäude verlassen hatten, wurden sie vom Roten Kreuz registriert, und die Kameraden der Wehr durchsuchten jede einzelne Wohnung des Komplexes, wobei sie sich teils Zugang verschaffen mussten. Der Weg ins Freie war für manche Bewohner, die sich mit Hilfe der Wehr in Sicherheit brachten, nicht leicht: sie mussten Fluchthauben durch den Qualm tragen.

Notaufnahme in der Sporthalle

Das DRK errichtete ein Zelt, stellte Getränke und Speisen bereit und kümmerte sich zusammen mit dem Ordnungsamt um die Bewohner. Für die Hausbewohner, die keine andere Unterkunft fanden, wurde eine Notaufnahme in der Sporthalle am Cabrio-Bad eingerichtet. Am frühen Nachmittag, so Overbeck, konnten die Bewohner ihre Wohnungen wieder aufsuchen. Sie waren, ebenso wie die Räume der „Tafel“ nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, schildert der Chef der Feuerwehr Senden.

Großeinsatz: Feuer im Hochhaus in Senden

1/5
  • Unter Atemschutz rückten die Wehrleute gegen den Brand vor.

    Foto: Feuerwehr
  • Mehrere Löschzüge, Rettungsdienst, DRK und Ordnungs waren die Nacht über und bis in den Vormittag an der Schulze-Bremer-Straße in Senden im Einsatz.

    Foto: Feuerwehr
  • Nicht nur die Menschenrettung und Brandbekämpfung forderte die Kräfte, es wurde auch eine Betreuungsstation für die evakuierten Bewohner eingerichtet.

    Foto: Feuerwehr
  • Der Einsatz dauert bis weit in den Sonntag an.

    Foto: di
  • Die drei Löschzüge Senden rückten, mit Unterstützung der Kameraden aus Lüdinghausen, zur Schulze-Bremer-Straße aus.

    Foto: di

Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz

Insgesamt waren nach seinen Angaben rund 50 Wehrleute sowie 30 Kräfte des DRK zur Betreuung der Bewohner plus Rettungsdienst im Einsatz.

Zunächst war nur der Löschzug Senden ausgerückt, der die Wehren Bösensell und Ottmarsbocholt sowie die Drehleiter der Kameraden aus Appelhülsen nachalarmierte.

Später wurde noch Unterstützung in Lüdinghausen für den kräftezehrenden Einsatz unter Atemschutz in dem Kellerkomplex angefordert. Um das Feuer einzudämmen, wurde ein Trakt des Kellers mit Löschschaum geflutet. Overbeck bestätigt den WN, dass einzelne Bewohner auch rettungsdienstlich behandelt werden mussten. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um drei Bewohner, die aufgrund von Kreislaufproblemen medizinisch versorgt wurden.

Der Haupteinsatz zog sich bis 13 Uhr hin. Zu Nachkontrollen werden Feuerwehrleute aber am frühen Abend erneut zu dem Wohnkomplex ausrücken.

Glimpflicher Ausgang durch glücklichen Zufall

Über die Brandursache liegen noch keine Erkenntnisse vor; in dem Gebäudekomplex war die Feuerwehr bereits wiederholt im Einsatz.

Dass das jüngste Feuer relativ glimpfliche Folgen hat, ist einem glücklichen Zufall zu verdanken. Denn es wurde früh entdeckt: Als Rauch aus einem Gully stieg, der mit dem Keller verbunden war, hatte ein Zeuge die Feuerwehr benachrichtigt.  

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6948008?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819239%2F
Nachrichten-Ticker