Nach Kollision
Bürgerbus legt keine Pause ein

Senden -

Nach dem Unfall in Bredenbeck geht der fahrplanmäßige Betrieb des Bürgerbusses weiter, der Bürgerbus-Verein geht aber nicht einfach zur Tagesordnung über.

Dienstag, 17.09.2019, 18:52 Uhr aktualisiert: 17.09.2019, 19:05 Uhr
Zu dem Unfall in Bredenbeck rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften aus.
Zu dem Unfall in Bredenbeck rückte ein Großaufgebot an Einsatzkräften aus. Foto: hha

Der Bürgerbus legt keine Pause ein. Dass der Verein seine Aufgabe in der Personenbeförderung ohne Abstriche und Veränderungen weiterhin übernimmt, hatte Vorstandsmitglied Karl-Heinz Huizen bereits am Montagabend mitgeteilt. Doch auch wenn die ehrenamtlichen Chauffeure wieder hinter dem Steuer Platz genommen haben , wird der Unfall in der Bauerschaft Bredenbeck noch länger ein Thema bleiben. Auf vielen Ebenen steht das ehrenamtliche Team jetzt vor Aufgaben, die sich aus der Kollision ergeben, bei der vier Menschen schwer verletzt wurden.

Huizen unterscheidet bei der To-do-Liste die menschliche und die technische Ebene. Zur ersten gehört, dass sich der Bürgerbus Senden e.V. bemühe, mit den Opfern des Unfalls und ihren Angehörigen in Kontakt zu treten. Sowohl, wie es den Verletzten geht, als auch ob der Verein Hilfe anbieten könne, sei dabei Thema.

Die technischen Fragen bleiben wohl zuerst noch eine Weile offen. Denn zum Zustand des Mercedes Sprinter konnte Huizen am Dienstagvormittag noch keine näheren Angaben machen. Erste Orientierung werde im Laufe des Tages ein Termin mit dem Gutachter und der RVM als Eigentümerin des Fahrzeugs ergeben, so das Vorstandsmitglied des Bürgerbus Senden e.V.

Dieser gehört zu einem Verbund von Bürgerbus-Vereinen im Kreis, die gemeinsam ein Fahrzeug angeschafft haben und unterhalten, auf dass die jeweiligen Vereine immer dann zurückgreifen können, wenn das eigene Fahrzeug beispielsweise für eine Inspektion ausfällt. Eine Dauerlösung sei das aber nicht. „Wir müssen prüfen, wie lange uns das Leihfahrzeug zur Verfügung steht.“

Fahrzeug und ehrenamtliche Fahrer seien versicherungstechnisch abgesichert, schilderte Huizen. Welche Regelungen das konkret umfasst und ob auf den Bürgerbus-Verein nicht doch Kosten zukommen, ließ sich nicht klären, da die RVM-Pressestelle für eine WN-Anfrage nicht erreichbar war.

Zum menschlichen Aspekt des Unfalls zähle auch, dass das Fahrerteam betroffen auf die Nachricht von der Kollision in Bredenbeck reagiert habe. Das gehe nicht spurlos an der Mannschaft vorbei.

Vorstand und die ehrenamtlichen Chauffeure stünden in einem engen Austausch. Die 70-Jährige am Steuer des havarierten Busses zählte zum Fahrer-Team der ersten Stunde. Erstmals in der zweieinhalbjährigen Betriebszeit des Bürgerbusses sei es jetzt zu einem Unfall gekommen. Die Fahrer, „die sich ehrenamtlich auf einem sozialen Feld engagieren“, so Huizen, seien für ihre Besonnenheit am Steuer bekannt und würden auf ihre Aufgabe umfassend vorbereitet. „Wir bekommen viele positive Rückmeldungen“, beteuert der Bürgerbus-Verein.

Polizeisprecher Rolf Werenbeck-Ueding stellt den ehrenamtlichen Fahrern der Bürgerbusse, die sich auch durch einen Personenbeförderungsschein für ihren Einsatz qualifizierten, ebenfalls ein gutes Zeugnis aus. „Ein Unfall kann jeder Generation und jedem Geschlecht passieren“, betont der Polizist.

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