Mitarbeiterin täuscht Straftat vor
Imbiss-Raub war frei erfunden

Legden - Der Raub in einem Imbiss an der Ahauser Straße am 12. September ist nie passiert. Das teilte die Kreispolizei am Dienstag mit. Den ermittelnden Beamten sind bereits bei der Vernehmung des angeblichen Opfers Ungereimtheiten aufgefallen.

Dienstag, 17.09.2019, 15:32 Uhr aktualisiert: 17.09.2019, 15:54 Uhr
Mitarbeiterin täuscht Straftat vor: Imbiss-Raub war frei erfunden
Foto: dpa (Symbolbild)

Den ermittelnden Beamten des Kriminalkommissariats in Ahaus waren Zweifel an der Darstellung gekommen, die die Mitarbeiterin des betroffenen Imbissbetriebs gegenüber der Polizei gegeben hatte. Sie konfrontierten die 49-Jährige in ihrer Vernehmung mit den Ungereimtheiten und Widersprüchen, die sich für die Beamten ergeben hatten. Die Frau gestand daraufhin, sich den Raub aus persönlichen Gründen ausgedacht zu haben. Damit hatte sie davon ablenken wollen, dass sie bei ihrer Arbeit einen Ofen beschädigt hatte. Die 49-Jährige sieht sich nun einer Strafanzeige wegen Vortäuschens einer Straftat gegenüber.

Vermeintliches Opfer machte gegenüber der Polizei falsche Angaben

Die Mitarbeiterin hatte gegenüber der Polizei angegeben, dass zwei unbekannte Männer, davon einer mit osteuropäischem Akzent, in dem Imbiss an der Ahauser Straße aufgetaucht seien und sie etwas später angegriffen hätten. In der Polizeimeldung hieß es: "Zwei unbekannte Männer waren gegen 20.45 Uhr in die Räumlichkeiten an der Ahauser Straße gekommen, hatten die 49-Jährige beleidigt und Essen gefordert. Als die Frau sich über den Umgang mit ihr beschwerte, stießen die Männer sie zu Boden. Einer hielt sie dort fest, während der andere Essen zubereitete."

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