„Badegäste waren zu keiner Zeit gefährdet“
Cabrio-Bad nach Unfall wieder geöffnet

Senden -

Nach dem Unfall mit Reinigungschemikalien am Sonntag wurde das Cabrio-Bad Senden am Montag wieder geöffnet. Jetzt soll geklärt werden, wie es zu dem Vorfall kommen konnte, bei dem im Keller des Gebäudes schädliche Gase freigesetzt wurden.

Montag, 26.08.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 26.08.2019, 15:17 Uhr
Nach dem Einsatz am Sonntag im Keller des Cabrio-Bades wurden sicherheitshalber auch die Schutzanzüge der Helfer gereinigt.
Nach dem Einsatz am Sonntag im Keller des Cabrio-Bades wurden sicherheitshalber auch die Schutzanzüge der Helfer gereinigt. Foto: Andreas Krüskemper

Nachdem am Sonntagnachmittag rund 1200 Gäste aus dem Cabrio-Bad evakuiert werden mussten, konnte der reguläre Badebetrieb am Montagmorgen wieder aufgenommen werden. Ein Mitarbeiter hatte im Keller des Bades Reinigungsmittel verwechselt und dadurch eine chemische Reaktion ausgelöst, bei der gesundheitsschädliche Gase freigesetzt wurden (WN berichteten).

„Bei der Evakuierung handelte es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für unsre Gäste“, betont Cabrio-Betriebsleiter Michael Siemann auf Anfrage. Nun gehe es darum, die genauen Umstände zu klären, wie es zu der Verwechslung kommen konnte. „Wir werden geeignete Vorkehrungen treffen, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen kann“, versprach Siemann. Erleichtert zeigte er sich, „weil sowohl unser Evakuierungsplan als auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr hervorragend geklappt hat“.

Cabrio-Bad: Vorsorgliche Räumung wegen Chemikalie

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  • Kleine Ursachen können manchmal große Auswirkungen entfalten: Wegen einer Verwechslung von Reinigungsmitteln mussten am Sonntagnachmittag 1208 Badegäste vorsorglich das Cabrio-Bad verlassen.

    Foto: Andreas Krüskemper
  • Ein Mitarbeiter hatte durch Zusammenschütten zweier Mittel im Technikbereich des Bades eine chemische Reaktion ausgelöst.

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  • Die Angestellten des Cabrio alarmierten Feuerwehr und Polizei und veranlassten vorsichtshalber sofort die Räumung des Bades.

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  • Akute Gefahr bestand für die Gäste zum Glück nicht: Das bei der Reaktion entstandene Gas war schwerer als Luft und sammelte sich daher in den Kellerräumen, in denen die Badtechnik untergebracht ist.

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  • Die Feuerwehr war unter der Leitung von Heiko Pohlmann mit den Löschzügen Senden und Ottmarsbocholt sowie dem ABC-Zug des Kreises mit insgesamt 58 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen vor Ort, außerdem der Rettungsdienst mit vier Rettungskräften.

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  • Der Mitarbeiter, der mit der Reinigung befasst war, wurde vorsichtshalber zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

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  • Sobald feststand, welche Chemikalie in welcher Menge entstanden war, wurde eine Spezialfirma mit der Entsorgung der ungewollt entstandenen Chemikalie beauftragt.

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Das bestätigte am Montag auch Sendens Löschzugführer Heiko Pohlmann. „Wir haben am Sonntag zunächst einen Trupp unter Chemikalien-Schutzanzügen in den Keller des Bades geschickt, um die Flüssigkeit zu lokalisieren und die Konzentration der ausgetretenen nitrosen Gase zu messen“, so der Einsatzleiter. Anschließend sei die kontaminierte Flüssigkeit aus ihrem Tank in einen Spezialcontainer außerhalb des Gebäudes gepumpt und dort gesichert worden. „Auf welche Weise die Flüssigkeit entsorgt werden muss, wird noch geprüft“, sagt der Löschzugführer. Eine Fachfirma sei damit beauftragt worden. Unter Pohlmanns Leitung war die Feuerwehr mit 58 Einsatzkräften und 15 Fahrzeugen vor Ort, außerdem der Rettungsdienst mit vier Helfern und der ABC-Zug des Kreises Coesfeld. Der Mitarbeiter, der mit der Reinigung befasst war, wurde am Sonntag vorsorglich in einem Krankenhaus untersucht.

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