Polizei nimmt 24-Jährigen in Senden fest
Sexualstraftäter war bei Festnahme bewaffnet

Senden -

Unterhielt der 24-Jährige, der in Senden verhaftet wurde, Kontakte in die Stevergemeinde oder hat dort sogar länger gewohnt? Entsprechende Berichte bestätigt die Staatsanwaltschaft bisher nicht. Als Polizisten den flüchtigen Sexualstraftäter am Donnerstag stellten, war dieser bewaffnet.

Freitag, 16.08.2019, 16:46 Uhr aktualisiert: 16.08.2019, 17:14 Uhr
An der Ecke Busbahnhof/Stever soll der Flüchtende von der Polizei gestellt worden sein.
An der Ecke Busbahnhof/Stever soll der Flüchtende von der Polizei gestellt worden sein. Foto: di

Flüchtete der 24-Jährige nach Senden, weil er Bezüge in die Gemeinde hat, hier womöglich länger gelebt hatte? Entsprechende Berichte, die teils im Internet kursieren, bestätigt die leitende Ermittlungsbehörde bisher nicht. Auf WN-Anfrage betont Marieke Alberty, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Dortmund, dass dort noch keine detaillierten Informationen zum Lebenslauf des jetzt offenbar mehrfach rückfällig gewordenen Sexualstraftäters vorliegen, der am Donnerstag in Senden am Busbahnhof verhaftet worden ist. Letzte Meldeadresse des Tatverdächtigen sei Bergkamen.

Cuttermesser bei sich geführt

Als der 24-Jährige von Beamten, die mit mehren Fahrzeugen angerückt seien, am Donnerstag verfolgt und überwältigt wurde, habe er ein Cuttermesser bei sich geführt, so die Staatsanwältin. Wie Augenzeugen gegenüber den WN berichten, sollen zwei uniformierte Beamte den flüchtigen jungen Mann bereits an der Ecke Busbahnhof/Stever-Seitenweg gestellt und zu Boden gerungen haben. Dann klickten die Handschellen, weitere Kräfte waren im Einsatz und der mutmaßliche Wiederholungssexualstraftäter sei zu einem Streifenwagen geführt worden.

Flüchtiger bat Sendenerin um Hilfe

Von Darup aus war der 24-Jährige zuletzt mit einem Gazelle-Hollandrad auf der Flucht. Seinen „Platten“ soll er genutzt haben, um eine Sendenerin am Busbahnhof anzusprechen und um Hilfe zu bitten. Bevor diese Unterstützung anbot, so die von den Behörden noch nicht bestätigte Schilderung, kam der Polizeieinsatz dazwischen. Der 24-Jährige sitzt in U-Haft und schweigt zu den Vorwürfen der Justiz, so die Staatsanwältin Alberty.

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