Weitere Millionen für „münsterLAND.digital“
Noch mehr in die Fläche

Münster -

Die Geburtsstunde schlug vor drei Jahren. 70 Vertreter der regionalen Wirtschaft, der Wissenschaft, von Institutionen, Verbänden und Start-ups hoben den Verein „münsterLAND.digital“ aus der Taufe. Mit einer Finanzspritze des Landes und vielen eigenen Mitteln brachten sie den Digital-Hub Münsterland auf den Weg. Die Kernidee dieses Knotenpunkts im Netzwerk digitaler Entwicklung gilt bis heute: Start-ups und etablierter Mittelstand sollen Hand in Hand neue Geschäftsmodelle entwickeln.

Dienstag, 23.07.2019, 20:58 Uhr
Übergabe des Förderbescheids in Düsseldorf durch NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart (Mitte) an Jörn Berlin, Dr. Sebastian Köffer, Matthias Günnewig und Konrad Schneidenbach (v. l.) vom „Digital Hub münsterLAND“
Übergabe des Förderbescheids in Düsseldorf durch NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart (Mitte) an Jörn Berlin, Dr. Sebastian Köffer, Matthias Günnewig und Konrad Schneidenbach (v. l.) vom „Digital Hub münsterLAND“ Foto: MWIDE NRW/R. Sondermann

Die damit verbundene Erfolgsgeschichte kann jetzt weitergeschrieben werden: Am Dienstag überreichte NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart dem Münsterland-Team einen weiteren Förderbescheid. Da der inzwischen auf 184 Mitglieder gewachsene Verein über zwei Millionen Euro selbst aufbringen kann, stockt das Land das Budget für die kommenden drei Jahre noch einmal um 2,16 Millionen Euro auf.

Damit kann, wie Vereinsvorstand Matthias Günnewig am Nachmittag erklärte, „Phase zwei“ eingeleitet werden. Konkret: Der Hub, der am Hafen in Münster unter anderem mit Coworking-Space und Fabrikations-Labor aufwartet, bekommt neben der Dependance auf dem develop-Campus in Gescher noch mindestens einen nördlichen Satelliten. Da sich der Kreis Steinfurt, Kommunen und Unternehmen aus dem Raum Emsdetten, Lengerich und Ibbenbüren stark engagieren, werden dort bereits intensiv Pläne geschmiedet. Laut Dr. Sebastian Köffer, einer der drei Geschäftsleiter des Digital-Hub, kann es jetzt an eine konkrete Umsetzung gehen. Details würden gerade abgestimmt.

Die Planungssicherheit für die nächsten drei Jahre musste man sich erarbeiten, indem man tatsächlich Impulsgeber für digitale Geschäftsmodelle wurde. 45 Start-ups sind laut Geschäftsleiter Jörn Berlin inzwischen im Fokus des Hub. In vielen Fällen bestehen Partnerschaften mit dem Mittelstand – es wird diskutiert, geforscht, investiert und entwickelt. Dass sich Unternehmen wie die BASF oder auch Sparkassen zwischenzeitlich am Hafen einmieten, kommt nicht von ungefähr.

Dr. Frank Wallow, Aufsichtsratsvorsitzender des Vereins, kennt die Vorzüge der Zusammenarbeit. „Es bringt uns als Unternehmen weiter“, sagt der IT-Chef von West-Lotto. So spricht West-Lotto zum Beispiel mit kreativen jungen Teams über die Store-Ausstattung von morgen. Begleitet wird der Prozess vom Hub. Man lernt und profitiert voreinander. Neudeutsch: Sharing-Kultur.

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