Kriminalität
Zigarettenautomat gesprengt

Greven -

Ein lauter Knall, eine Stichflamme und ein Großalarm, der rasch wieder abgeblasen werden konnte: An einem Fitness-Lokal in der Vogelstiege ist in der Nacht zum Donnerstag ein Zigarettenautomat gesprengt worden. Der Täter flüchtete auf einem Fahrrad.

Donnerstag, 11.07.2019, 07:56 Uhr aktualisiert: 14.07.2019, 16:28 Uhr
Zwei Polizistinnen untersuchen Spuren an dem gesprengten Zigarettenautomaten.
Zwei Polizistinnen untersuchen Spuren an dem gesprengten Zigarettenautomaten. Foto: Jens Keblat

Es war 2.24 Uhr am frühen Donnerstagmorgen, als die freiwillige Feuerwehr mit dem Einsatzstichwort „Einsturz/Explosion“ in die Vogelstiege alarmiert wurde. Dem Alarm war ein lauter Knall vorausgegangen. Wie aufgeschreckte Anwohner vor Ort später berichteten, waren sie allesamt von einem lauten Knall, in etwa mit der Detonation eines größeren Silvesterböllers vergleichbar, geweckt worden. Teilweise in der Annahme, dass der Knall dadurch zustande gekommen sein könnte, dass die große Fensterscheibe des benachbarten Fitness-Lokals geborsten ist, machten sich einige Anwohner offenbar direkt auf den Weg zum vermeintlichen Unglücksort.

Dort konnte einer der Anwohner nach eigenen Angaben einen etwa 30 Jahre alten Mann antreffen, der inmitten der Trümmerteile des zuvor gesprengten Zigarettenautomaten krabbelte und eifrig Bargeld und Zigarettenschachteln aufsammelte. Er habe dem unbekannten Täter direkt ins Gesicht geleuchtet, so der Anwohner, doch dieser, den weiteren Schilderungen zufolge offenbar ein Mann mit einem nicht näher definierbaren Migrationshintergrund, habe kurzerhand auf einem Fahrrad im Schutze der Dunkelheit die Flucht ergriffen.

Nächtliche Explosion in Greven

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  • Ein lauter Knall in der Nacht: In Greven hat ein Unbekannter versucht, an den Inhalt eines Zigarettenautomaten zu kommen.

    Foto: Jens Keblat
  • Der Automat an einem Fitness-Lokal in der Vogelstiege ist in der Nacht zum Donnerstag gesprengt worden.

    Foto: Jens Keblat
  • Die Polizei untersuchte vor Ort Spuren.

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  • Anwohner sahen den mutmaßlichen Täter, der dann aber auf einem Fahrrad flüchtete.

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  • Die alarmierte Feuerwehr konnte rasch wieder abrücken.

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  • Außer am Zigarettenautomaten selbst entstanden keine nennenswerten Schäden.

    Foto: Jens Keblat

Weil die Anwohner unmittelbar nach dem Knall nach eigenen Angaben auch eine üppige Stichflamme beobachtet haben, wurden zunächst Polizei und freiwillige Feuerwehr mit einem entsprechenden Aufgebot alarmiert. Weil sich das Schadensausmaß vor Ort jedoch im Rahmen hielt, hauptsächlich wurde der Zigarettenautomat selbst völlig zerstört, verblieben letztlich nur wenige Einsatzkräfte vor Ort. Eine Streifenwagenbesatzung übernahm schließlich das Aufsammeln des Bargelds sowie der Zigarettenschachteln und Trümmerteile. Wie umfangreich der Täter bei seiner Sprengung Beute machen konnte, ist derzeit noch unklar. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.

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