Prozess am Landgericht
Messerattacke gegen Mutter: Täter aus Horstmar ist nicht schuldfähig

Horstmar -

Der inzwischen 31-jährige Mann aus Horstmar, der am Morgen des 9. Dezembers 2018 mit einem Messer mehrmals auf seine Mutter eingestochen und sie schwer verletzt hat, gilt als nicht schuldfähig.

Mittwoch, 19.06.2019, 20:48 Uhr aktualisiert: 19.06.2019, 21:34 Uhr
Prozess am Landgericht: Messerattacke gegen Mutter: Täter aus Horstmar ist nicht schuldfähig
(Symbolfoto) Foto: colourbox.com

Der heute 31-jährige Horstmarer, der am Morgen des 9. Dezembers 2018 seine Mutter mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt hat (die WN berichteten), musste sich jetzt vor dem Landgericht in Münster verantworten. Allerdings hat die 3. Große Strafkammer an den ersten beiden Verhandlungstagen die Öffentlichkeit ausgeschlossen, um die Persönlichkeitsrechte des Täters, der unter einer psychischen Erkrankung leiden soll, und die seiner Familie zu wahren.

Wie der Pressesprecher des Landgerichtes, Dt. Steffen Vahlhaus, auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, hätten die Mutter, die als Nebenklägerin auftritt, und die beiden Brüder des Angeklagten Angaben zum Verfahren gemacht. Zudem habe der Verteidiger des Mannes eine Erklärung zu dem Vorfall abgegeben.

Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass der Täter den möglichen Tod seiner Mutter in Kauf genommen habe. Diese hatte der Beschuldigte telefonisch zu sich gerufen und sie kurz nach ihrer Ankunft mit einem Haushaltsmesser angegriffen und mindestens 26 Mal in Richtung ihres Kopfes gestochen. Erst als die Geschädigte beruhigend auf ihren Sohn eingewirkt habe, soll dieser von der stark blutenden Frau abgelassen, die Wohnung verlassen und schließlich selbst die Polizei verständigt haben.

„Dem Mann droht keine Gefängnisstrafe, denn er ist nicht schuldfähig“, erklärte Steffen Vahlhaus weiter, dass es sich nicht um ein „normales Strafverfahren handele. Vielmehr sei zu klären, ob der Beschuldigte auf Dauer in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wird, weil er gefährlich sei.

Die Urteilsverkündung wird für den 9. Juli (Dienstag) erwartet. Ob diese dann öffentlich sein wird, steht derzeit noch nicht fest, teilte der Pressesprecher abschließend mit.

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