Frontalkollision
Tödlicher Unfall auf Emsdettener Straße

Greven -

Die genauen Umstände sind noch weitgehend unklar, doch die Bilanz ist verheerend: Bei einer Frontalkollision in Greven ist ein Mensch am Freitagmorgen ums Leben gekommen.

Freitag, 14.06.2019, 11:50 Uhr aktualisiert: 14.06.2019, 12:09 Uhr
Frontalkollision: Tödlicher Unfall auf Emsdettener Straße
Die Emsdettener Straße wurde nach dem Unfall komplett gesperrt. Foto: Jens Keblat

Bei einem Verkehrsunfall auf der Emsdettener Straße in Höhe des Herberner Mersches ist am Freitagmorgen eine Person ums Leben gekommen, eine weitere wurde schwer verletzt. Um 8.17 Uhr wurden die Einsatzkräfte aus Greven, Reckenfeld und Emsdetten zu dem schweren Verkehrsunfall auf der Emsdettener Straße gerufen. Infolge einer Frontalkollision zweier Autos sollten dort mehrere Menschen verletzt sein.

Ein Mann befand sich bei Eintreffen der Rettungskräfte noch eingeklemmt in seinem Fahrzeug: „Die Feuerwehr Greven musste in der Anfangsphase die noch schwer verletzte Person aus dem Fahrzeug befreien. Sie war massiv eingeklemmt“, sagte Michael Koordt, Leiter der Feuer- und Rettungswache und Einsatzleiter, an der Unfallstelle.

Wiederbelebungsmaßnahmen ohne Erfolg

Nach der Befreiung des Mannes aus dem stark deformierten Kleinstwagen habe man sofort weitere professionelle Wiederbelebungsmaßnahmen unternommen. Koordt: „Die weiteren Reanimationsmaßnahmen sind dann erfolglos abgebrochen worden.“ Für den 65-jährigen Mann aus Greven, der mit seinem Ford Ka von Greven nach Reckenfeld fahren wollte, sei letztendlich jede Hilfe zu spät gekommen.

Zwei Notärzte per Hubschrauber und mit Wagen sowie drei Rettungswagen waren neben der Feuerwehr zur Unfallstelle geeilt. Die Polizei schließt derzeit nicht aus, dass der Mann im Vorfeld des Unfalls einen medizinischen Notfall am Steuer seines Wagens erlitten haben könnte und es infolgedessen erst zu dem Unfall kam. Doch das müssen weitere Ermittlungen erst noch klären.

Die 33-jährige Fahrerin des Renault, mit dem der Mann im Gegenverkehr kollidiert war, erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Koordt: „Im Zuge des Verkehrsunfalls hatten wir eine gewisse Anzahl von betroffenen Personen, die im Sinne des Ersthelfertätigkeitswesen tätig geworden sind. Die haben wir im weiteren Einsatzverlauf betreut und denen auch professionelle Hilfe zur Verfügung gestellt.“

Lob an die Ersthelfer

Er lobte noch einmal den Einsatz der hilfsbereiten Verkehrsteilnehmer: „Ersthelfer sind im ersten Zuge sehr wichtig, weil die ersten Minuten bis zu unserem Eintreffen auch schon überlebenswichtig sein können“, wenn auch nicht in jedem Fall, wie dieses dramatische Ereignis zeigt.

Alle weiteren Ermittlungen übernimmt jetzt das zuständige Verkehrskommissariat der Kreispolizeibehörde. Die Beamten haben dazu am Unfallort umfangreich Spuren gesichert, die Emsdettener Straße war auch deshalb am Freitagmorgen längere Zeit komplett gesperrt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6689289?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819239%2F
Nachrichten-Ticker