Military Fitness Cup
Bundesjugendspiele für Soldaten

Warendorf -

Robben durch Modder, Waten durch Wasser, Schleppen von Muni­ti­onskisten: An einer Art au­ßergewöhnlicher Bundesjugendspiele nahmen am Donnerstag knapp 250 Soldaten in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf teil. Military Fitness Cup hieß das Spektakel, das seit 2016 jährlich stattfindet; diesmal mit einem besonderen Gast: Verteidigungsministerin Ur­sula von der Leyen schaute vorbei und war sichtlich angetan von dem, was die Soldaten so draufhaben.

Donnerstag, 13.06.2019, 19:32 Uhr aktualisiert: 13.06.2019, 19:45 Uhr
Rund 250 Soldatinnen und Soldaten haben sich am Donnerstag in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf am Military Fitness Cup beteiligt.
Rund 250 Soldatinnen und Soldaten haben sich am Donnerstag in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf am Military Fitness Cup beteiligt. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Knattern des Helikopters kündigt die Ministerin lautstark an. Pünktlich um halb vier landet der Luftwaffen-Hubschrauber. Von der Leyen wirkt gut gelaunt. „Ich freue mich richtig“, sagt sie zum stellvertretenden Kom mandeur, Oberstleutnant Hei­ko Wömpener. Und besser hätte es kein Regisseur inszenieren können: Genau in diesem Moment schleppt sich eine Gruppe triefnasser Soldaten vorbei. Die Flecktarn-Anzüge ordentlich verschmiert, die Gesichter puterrot, die Rucksäcke schwer.

Spaß am Sport

Zwei Tage haben sich die Teilnehmer gequält – und quälen lassen. Sie kommen aus ganz Deutschland, aus allen Teilstreitkräften. Männer, Frauen, Jüngere, Ältere, Einzelteilnehmer, Teams. Sie alle haben dreierlei gemeinsam: Zum einen haben sie Spaß am Sport. Zum anderen wussten sie nicht, was auf sie zukommt. Und auch nicht, wer an diesem Tag als Gast zuschaut.

Die Mitarbeiter der Sportschule, die „zuständig ist für den Sport in der gesamten Bundeswehr“, wie Sprecher Oberleutnant Markus Hein sagt, haben einen geheimen Parcours aufgebaut. Zehn Kilometer lang ist der, er führt genauso über das schmucke Sportschulgelände wie über den naturnahen Übungsplatz Kooksheide – und ist gespickt mit Schikanen.

Military Fitness Cup 2019

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  • Rund 250 Soldatinnen und Soldaten haben sich am Donnerstag in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf am Military Fitness Cup beteiligt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Das Spektakel findet seit 2016 jährlich statt - diesmal mit einem besonderen Gast: Verteidigungsministerin Ur­sula von der Leyen schaute vorbei und war sichtlich angetan von dem, was die Soldatinnen und Soldaten so draufhaben.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Zwei Tage haben sich die Teilnehmer gequält – und quälen lassen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sie kommen aus ganz Deutschland, aus allen Teilstreitkräften.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Männer, Frauen, Jüngere, Ältere, Einzelteilnehmer, Teams.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sie alle haben dreierlei gemeinsam: Zum einen haben sie Spaß am Sport. Zum anderen wussten sie nicht, was auf sie zukommt. Und auch nicht, wer an diesem Tag als Gast zuschaut.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Military Fitness Cup in Warendorf Foto: Jürgen Peperhowe
  • Military Fitness Cup in Warendorf Foto: Jürgen Peperhowe

Von der Leyen, schaut zu, informiert sich, spricht mit Soldaten – und klopft hier und da auch mal auf eine Schulter. „Für die Truppe bedeutet Fitness viel mehr als Sport“, sagt sie zwischendurch. Die Soldaten müssten sich „im täglichen Dienst, aber besonders in den weltweiten Einsätzen auf ihre körper­liche und geistige Leistungsfähigkeit verlassen können“.

Als Team zusammenarbeiten

Wer im Stadion der Sportschule ankommt, hat es fast geschafft. Die Musik dröhnt aus Boxen, die Sonne scheint zwischendurch recht ordentlich. Hauptfeldwebel Ricardo von Holten vom IT-Bataillon 381 aus Storkow bei Berlin ist mit seinem Team durchgekommen. Vier Stunden, 44 Minuten haben die fünf Soldaten benötigt. Das ist ziemlich gut. Von Holten war bisher jedes Jahr dabei. „Genial“ sei die Übung, sagt er noch ziemlich kurzatmig. Genial und „sehr fordernd“. Ihr Reiz sei, sich mit anderen zu messen. Wer als Mannschaft durchkommen wolle, ergänzt sein Mitstreiter, Hauptgefreiter Marco Paulenz, der müsse als Team zusammenarbeiten. „Sonst klappt das nicht.“

Ein dickes Lob zum Abschied

Etwas mehr als eine Stunde nimmt sich von der Leyen Zeit. Dann startet der Pilot wieder die Rotoren, von der Leyen steigt ein, der Hubschrauber der Flugbereitschaft hebt knatternd wieder ab. „Anschlusstermine in Berlin“, sagt ein Sprecher.

Ein Kurzbesuch, ein Wettkampf, ein paar Eindrücke und ein dickes Lob zum Abschied: Die Sportschule der Bundeswehr sei „eine einzigartige Einrichtung, weil sie exzellente Trainingsmethoden mit einem ebenso guten Weiterbildungsangebot vereint“, sagt die Ministerin. Mehr kann man nicht erwarten.

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