„Westfalen-Kaserne“ empfing über 10 000 Besucher
60-Tonnen-Stahlkoloss ließ Boden beben

Ahlen -

Der „Tag der offenen Tür“ zum 60-jährigen Bestehen der „Westfalen-Kaserne“ war ein voller Erfolg. Über 10 000 Besucher zählten die Organisatoren.

Sonntag, 26.05.2019, 19:15 Uhr aktualisiert: 26.05.2019, 19:20 Uhr
Mehrere Tausend Besucher wurden am Samstag Zeugen einer spektakulären Vorführung in der „Westfalen-Kaserne“. Die Soldaten zeigten nicht nur Fähigkeiten und Gerätschaften am Boden, sondern machten durch die Fallschirmjäger auch aus der Luft eine professionelle Figur. In den meisten Fällen war Anfassen erlaubt.
Mehrere Tausend Besucher wurden am Samstag Zeugen einer spektakulären Vorführung in der „Westfalen-Kaserne“. Die Soldaten zeigten nicht nur Fähigkeiten und Gerätschaften am Boden, sondern machten durch die Fallschirmjäger auch aus der Luft eine professionelle Figur. In den meisten Fällen war Anfassen erlaubt. Foto: Peter Schniederjürgen / Christian Wolff

Ganz großer Bahnhof in der „Westfalen-Kaserne“: Zum 60. Geburtstag des Bundeswehr-Standorts Ahlen hatte das Aufklärungsbataillon 7 zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen und die erhoffte Zahl von 10 000 Besuchern mit Sicherheit erreicht.

Die Parkplatzvergabe war bereits eine logistische Meisterleistung der Aktiven. Zusätzlich eingesetzte Pendelbusse sorgten dafür, dass auch diejenigen, die weitab des Geschehens eine Stellfläche fanden, gut und sicher ins Gelände geleitet wurden. Dort gab es ein buntes und wirklich spektakuläres Programm. Vom oben kamen die Fallschirmjäger herabgeflogen, am Boden dröhnten riesige Panzermotoren und knatterten Maschinengewehrsalven. Dazu stellten sich viele zivile und militärnahe Einrichtungen vor.

Nach der Begrüßung durch den Kasernenkommandanten und Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Timo Gadow, begann die erste „Dynamische Waffenschau“ des Tages. Zunächst wurden die Fahrzeuge des lokalen Verbands vorgestellt – Transportpanzer „Fuchs“ und Aufklärungsfahrzeug „Fennek“. Schnell kamen auch die Höhepunkte unüberhörbar auf den Platz: Schützenpanzer „Marder“ und der gewaltige Kampfpanzer „Leopard“. Kettenfahrzeuge haben eine unglaubliche Präsenz, die dichtgedrängten Zuschauerreihen spürten den Boden unter ihnen erbeben, als der 60-Tonnen-Stahlkoloss an ihren vorbeidröhnte. Mit seiner Kanone und rund 1300 Pferdstärken, die auch akustisch sehr präsent sind, ist er einer der besten Panzer der Welt. Schließlich wurde eine kleines Gefecht einer „Marder“-Besatzung von sechs Soldaten dargestellt. Mit lauten Platzpatronen ging es aufeinander los, bis der Panzer eingriff und die „Sache“ klärte. Auch sehr spektakulär: die Überfahrt des großen Kampfpanzers über ein Autowrack, das der 60-Tonner ohne Geschwindigkeitseinbußen überrollte.

Weiter ging die Tour entlang der „Blaulichtmeile“. Hier zeigten Bundes- und Landespolizei, was sie so draufhaben. Ausrüstung und Fahrzeuge, Hunde und Gerät – alles konnte angefasst und erlebt werden. Das Technische Hilfswerk (THW) stellte sich ebenso vor so wie die Rettungshundestaffel im Kreis Warendorf. Rettungshündin Carla, ein schwarzer Labrador, war mit dem anderen vierbeinigen Kameraden gleich der Liebling der Kinder. Hundeführerin Agnieszka Röhl sah’s mit Freude. „Diese Hunde sind sehr lieb und menschenbezogen. Ideale Voraussetzungen für den Rettungshund. Und Carla ist einfach eine Freundin für mich“, stellte die junge Frau klar.

Dazwischen zeigten Reservistengruppen Fahrzeuge und Uniformen aus den verschiedenen Epochen der Bundeswehr.

„Tag der offenen Tür“ in der „Westfalen-Kaserne“

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  • Rund 10 000 Besucher zählten die Organisatoren in der „Westfalen-Kaserne“. Foto: Peter Schniederjürgen
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  • Rund 10 000 Besucher zählten die Organisatoren in der „Westfalen-Kaserne“. Foto: Christian Wolff
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  • Rund 10 000 Besucher zählten die Organisatoren in der „Westfalen-Kaserne“. Foto: Christian Wolff
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Auf dem großen Platz schließlich lockte die „Statische Waffenschau“. Von der Fangeinrichtung der Drohne „Luna“ bis zum Brückenlegepanzer war alles vertreten, was die Armee an spannendem Gerät zu bieten hat. Auch der brandneue Schützenpanzer „Puma“ war zu besichtigen. Ein Angebot, das viele Besucher nutzten. In rund 3,30 Metern Höhe bot der Panzer einen spektakulären Blick auf den Platz. Davor stellten sich die Soldaten seiner Besatzung den Fragen der Gäste. Aufgebaut war die Ausrüstung, die Soldaten mit sich zu führen haben. „Das sind an die 60 Kilo plus Eigengewicht“, demonstriert Feldwebel Fabiano Johnsen. Der Panzergrenadier ist der Truppführer und leitet seine fünf Kameraden im Gefecht. Der Feldwebel stellte dem neuen Panzer ein sehr gutes Zeugnis aus. „Darin fühle ich mich wirklich sicher“, so der Eindruck des Praktikers. So eindrucksvoll der Panzer auch ist, das sicher längste Fahrzeug ist der Brückenlegepanzer. Mit seiner Klappbrücke überspannt er mittelgroße Gewässer mit Leichtigkeit.

Wer nun nach den vielen Eindrücken hungrig wurde, für den hatte Hauptfeldwebel Björn Hempel mit seinen Kameraden, den Stabsunteroffizieren Sascha Weinreich und Philipp Lange, den Küchenklassiker der Bundeswehr gekocht: Erbsensuppe aus der Feldküche. „Nahrhaft und unglaublich lecker“, meinte CDU-Ratsherr Hubertus Beier, der sich mit dem neuen Vorsitzenden des Freundeskreises Ahlener Soldaten, Thomas Kras, gleich einen sonnigen Tisch auf der grünen Wiese sicherte. Allerdings gab’s rundherum noch mehr aus Grill und Fritteuse . . .

 

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