Autobahn 43
Sprühen gegen den Eichenprozessionsspinner

Nottuln/Dülmen -

Der Eichenprozessionsspinner hat sich zu einer richtigen Plage entwickelt. Straßen.NRW führt daher an den Autobahnen Bekämpfungsmaßnahmen durch. Am Dienstagmorgen sind die A 43-Parkplätze zwischen Nottuln und Dülmen-Nord an der Reihe.

Dienstag, 07.05.2019, 10:08 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 20:34 Uhr
Auf den Autobahnparkplätzen zwischen Nottuln und Dülmen-Nord wird der Eichenprozessionsspinner vorbeugend bekämpft.
Auf den Autobahnparkplätzen zwischen Nottuln und Dülmen-Nord wird der Eichenprozessionsspinner vorbeugend bekämpft. Foto: Ludger Warnke

Seit Dienstagmorgen (7. Mai) um 6 Uhr wird an den Autobahnen 43, 1 und 30 die Bekämpfung der Raupen des Eichenprozessionsspinners durchgeführt. Wie der Landesbetrieb Straßen NRW mitteilt, wird an den Parkplätzen der Autobahn begonnen, um die Verkehrsteilnehmer vor der Gefahr zu schützen, danach folgt auf den Autobahnen die Strecke. Hier möchte der Landesbetrieb ausdrücklich darauf hinweisen, dass ausschließlich befallene Eichen besprüht werden.

Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm bekämpft die Raupen auf den befallenen Bäumen mit Sprühfahrzeugen, die mit Schrittgeschwindigkeit von frühmorgens bis in die Abendstunden unterwegs sind. Hierfür muss jeweils der rechte Fahrstreifen gesperrt werden. Im zweistreifigen Bereich ist mit Stau zu rechnen. Die Maßnahme läuft hierbei als Wanderbaustelle.

Am Dienstmorgen werden die A 43-Parkplätze „Kar­thaus“ und „Rödder“ zwischen den Anschlussstellen Nottuln und Dülmen-Nord besprüht, danach folgen die A1-Parkplätze nach Süden bis zur A1-Anschlussstelle Hamm/Bergkamen, hiernach geht es in Richtung Norden weiter bis zur Landesgrenze, dann die A 30 und wieder zurück auf de A 1 zum Kreuz Münster-Süd.

Ab Mitte April beginnt die Raupenzeit des Eichenprozessionsspinners, einer von Juli bis September aktiven Mottenart. Die Raupen sind für den Menschen auf Grund ihrer giftigen Behaarung gefährlich. Bei Kontakt mit der Haut können starke Juckreize oder allergische Schockreaktionen auftreten. Werden Raupenhaare eingeatmet, kann es zu Entzündungen der Luftwege kommen.

Wie der Landesbetrieb mitteilt, werden bei dem angewendeten Bekämpfungsverfahren die befallenen Bäume großflächig besprüht. Das aufgesprühte Mittel (Wirkstoff: Bazillus Thuringiensis) wird durch die jungen Raupen über die Nahrung aufgenommen. „Für Menschen, Tiere oder Pflanzen ist dieses Mittel nicht schädlich“, sagt der Landesbetrieb. Damit sich das Mittel gleichmäßig auf den Bäumen verteilen könne, müsse die Sprühaktion bei trockenem Wetter durchgeführt werden.

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