Schädlingsbekämpfung zeigt noch nicht erhoffte Wirkung
Ratten werden in Lüdinghausen zum Problem

Lüdinghausen -

Seit Monaten klagen Anlieger der Ludgeristiege über ein Rattenproblem. Die ungeliebten Nagetiere plünderten im Winter sogar Vogelhäuschen in privaten Gärten. Die Stadt hat mittlerweile einen Schädlingsbekämpfer eingeschaltet. Bislang zeigen die in den Abwasserschächten ausgelegten Giftköder jedoch noch nicht die erhoffte Wirkung.

Samstag, 27.04.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 27.04.2019, 17:18 Uhr
Seit Monaten klagen Anlieger der Ludgeristiege über Ratten, die verstärkt auch in den Gärten anzutreffen sind.
Seit Monaten klagen Anlieger der Ludgeristiege über Ratten, die verstärkt auch in den Gärten anzutreffen sind. Foto: colourbox

Das Problem ist nicht neu, doch jetzt hat Maria Uth ihrem Ärger via Facebook Luft gemacht. „Bereits im November haben wir verstärkt Ratten in unserem Garten beobachtet, die durch die Hecke kamen und sogar die Meisenknödel am Vogelhäuschen gefressen haben“, so die Anliegerin der Ludgeristiege am Freitag im Gespräch mit den WN. Auch die Nachbarn hätten immer öfter von den unliebsamen Nagetieren berichtet. „Wir haben daraufhin die Stadt informiert, passiert ist allerdings nichts.“ Daher griff sie zur Selbsthilfe und stellte in ihrem Garten Köderboxen auf.

Mittlerweile ist die Stadtverwaltung jedoch aktiv geworden. „Wir haben Kontakt zu unserem Schädlingsbekämpfer aufgenommen“, erläuterte Pressesprecherin Anja Kleykamp. Der habe bereits vor Ostern in mehreren Abwasserschächten Giftköder ausgelegt. „Oderirdisch können wir diese Form der Köder nicht einsetzen, da ansonsten Haustiere gefährdet würden“, betonte die Sprecherin der Verwaltung am Freitag.

Ich vermute, dass das die Ratten aufgeschreckt hat.

Maria Uth

Am Donnerstag war die Schädlingsbekämpfungsfirma erneut im Einsatz und hat in zwei weiteren Schächten Gift ausgelegt. „Darüber hinaus werden die Fachleute den Bereich an der Ludgeri­stiege in der nächsten Woche auch oberirdisch unter die Lupe nehmen, um das Problem genauer zu lokalisieren“, berichtete Kleykamp weiter.

Dass sich bei der Stadt Bürger melden und über Ratten klagen, kommt nach Angaben der Pressesprecherin häufiger vor – „gerade in Bereichen, in denen die Stever fließt“. Bislang ging es jedoch meist um einzelne Tiere. „So ein geballtes Auftreten wie jetzt an der Ludgeri­stiege ist eher die Ausnahme“, machte Kleykamp deutlich.

Stadtverwaltung ist aktiv

Uth glaubt übrigens nicht, dass der verstärkte Rattenbefall mit einem Gewässer zu tun hat. Sie vermutet vielmehr, dass das Problem mit der Großbaustelle an der Sekundarschule zusammenhängt. „Durch den Abriss der alten Gebäude und den Neubau ist dort sehr viel Erdreich bewegt worden. Ich vermute, dass das die Ratten aufgeschreckt hat“, so die Anliegerin.

Im eigenen Garten wird sie auch weiterhin Köderboxen einsetzen. Gleichzeitig ist sie froh, dass die Stadtverwaltung nun aktiv geworden ist. „Heute Morgen sind hier von Mitarbeitern des Bauhofs Sträucher heruntergeschnitten worden, sodass sich die Ratten darin nicht mehr so leicht verstecken können“, berichtete Uth am Freitag.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6568531?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819239%2F
Nachrichten-Ticker