Volles Haus bei der Bürgerinformation im Rathaus
Huckelpiste bewegt die Gemüter

Greven -

Rund um die Zukunft der Mühlenstraße ging es bei der Bürgerversammlung im voll besetzten Ratssaal des Rathauses.

Freitag, 22.03.2019, 15:47 Uhr aktualisiert: 22.03.2019, 15:50 Uhr
Stadtplaner Matthias Herding (Mitte) informierte zahlreiche Bürger über den Stand der Planungen.
Stadtplaner Matthias Herding (Mitte) informierte zahlreiche Bürger über den Stand der Planungen. Foto: Günter Benning

Absichtserklärungen gab es in den vergangenen Jahrzehnten viele, die Mühlenstraße zu sanieren. Allein, passiert ist bis zum heutigen Tag auf der von unzähligen Flicken und Schlaglöchern gezeichneten Huckelpiste nichts. Mit der Diskussion um die Entwicklung des Bereichs westlich des Bahnhofs, die durch das Bauvorhaben auf dem Grundstück der Familie Wilker voll entfacht ist, ist auch die Mühlenstraße selbst wieder in den Fokus der Betrachtungen gerückt.

Dabei treibt die Anwohner, die sich im voll besetzten Sitzungssaal des Rathauses in eigener Sache zu Wort meldeten, vor allem zwei Aspekte um: Welche Auswirkungen haben das angedachte Wohnquartier und der geplante Ausbau der Straße auf die Verkehrsbelastung? Und schließlich: In welcher Höhe will die Stadt die Anlieger zur Kasse bitten?

Beide Fragen vermochte Matthias Herding nicht konkret zu beantworten. Grevens Stadtplaner, der während der gut 90-minütigen Veranstaltung zahlreiche Anregungen notierte und dabei bemüht wirkte, keinen Aspekt unter den Tisch fallen zu lassen, wollte die Informationsveranstaltung am Mittwoch als Auftakt eines Prozesses verstanden wissen. Mit Beteiligung der Bürger.

Dass denen vor allem die Situation der Mühlenstraße auf den Nägeln brennt, wurde schnell deutlich. „Das Thema Verkehr ist ganz wichtig, und es ist ein ganz kritisches für die Mühlenstraße“, stellte denn auch Matthias Herding fest. Viele Redebeiträge drehten sich darum, wie ein Ausbau der Straße gelingen kann, ohne mehr Pkw-Verkehr anzulocken, und welche zusätzlichen Verkehrsströme das geplante Bauvorhaben zur Folge hat.

Allein der Prognose des Stadtplaners, man rechne künftig mit weniger Verkehrsaufkommen, hielten die Anlieger für wenig plausibel. In den Beiträgen war dagegen die Rede von zunehmenden Durchgangsverkehr Richtung Münster, fehlenden Parkplätzen für Pendler und die Missachtung des Tempo-30-Gebotes.

Wenig konkret wurde es bei den fälligen Kosten für den Ausbau der einen Kilometer langen Straße zwischen Nordwalder Straße und Umspannwerk. Bei der Diskussion geisterte vielmehr eine Zahl durch den Raum. Würde die Mühlenstraße eingestuft als ein erstmaliger Ausbau, könnten bis zu 90 Prozent der Kosten auf die Anlieger zukommen.

„Dazu kann ich keine klare Aussage treffen“, stellte Herding klar. Und er versprach: „Wenn es konkret wird, werden wir dazu einladen.“ An Interesse bei den Bürgern dürfte es jedenfalls nicht mangeln, so viel wurde am Mittwoch deutlich. Und: unabhängig von Bauprojekten und Quartiersentwicklung. Das Thema Ausbau der Mühlenstraße birgt genügend Zündstoff für weitere Gesprächsrunden.

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