Dyckerhoff: Bericht zu Grundwasser-Kontrollmessungen
„Keine negativen Auswirkungen“

Lengerich -

Das Unternehmen Dyckerhoff ist verpflichtet, der Bezirksregierung Münster regelmäßig über die Entwicklung der Grundwassersituation im Umfeld der Steinbrüche zu berichten. Jetzt liegt eine Auswertung für den Zeitraum 2013 bis 2018 vor.

Samstag, 23.02.2019, 14:58 Uhr aktualisiert: 23.02.2019, 15:00 Uhr
Der Kalkabbau in den Dyckerhoff-Steinbrüchen hat sich nach Angaben des Unternehmens bislang nicht negativ auf den Stand des Grundwassers ausgewirkt.
Der Kalkabbau in den Dyckerhoff-Steinbrüchen hat sich nach Angaben des Unternehmens bislang nicht negativ auf den Stand des Grundwassers ausgewirkt. Foto: Michael Baar

Seit der Genehmigung zur Erweiterung der Steinbrüche in Hohne und Höste im Jahr 1999 ist Dyckerhoff verpflichtet, die Entwicklung der Grundwassersituation kontinuierlich zu beobachten und der Bezirksregierung Münster Bericht zu erstatten. Diese sogenannte Beweissicherung erfolgt nach Angaben des Unternehmens durch das Fachbüro Schmidt + Partner in Bielefeld. Dieses Vorgehen ist mit der Behörde abgestimmt. Jetzt hat Dyckerhoff den Bericht für den Zeitraum 2013 bis 2018 vorgelegt.

Um die Frage zu beantworten, ob der Kalkabbau negative Auswirkungen auf das Grundwasser in der Umgebung hat, werden laut Pressemitteilung an über 90 Punkten – Grundwassermessstellen, Quellen, Hausbrunnen – Messungen durchgeführt. Einige Messpunkte befinden sich außerhalb des möglichen Einflussbereichs des Kalkabbaus und werden für Referenzmessungen genutzt.

Der Umfang der Messungen und Auswertungen sei seit 1999 deutlich gewachsen, betont Dyckerhoff. Zu Beginn habe es lediglich 54 Messpunkte gegeben. Heute, 20 Jahre später, werde an etwa der Hälfte der Messstellen monatlich oder sogar noch häufiger gemessen. Einmal jährlich erfolge eine Kontroll-Messung an allen Messstellen durch den Gutachter. Auch gehe Dyckerhoff Hinweisen von Brunnenbesitzern und aus der Bevölkerung nach, und der Gutachter führe im Einzelfall zusätzliche Untersuchungen durch.

Während ursprünglich lediglich alle fünf Jahre ein ausführlicher Bericht gefordert gewesen sei, würden seit 2016 zusätzlich jährliche Kurzberichte erstellt. Zentrale Ergebnisse des aktuellen ausführlichen Berichts sind aus Sicht des Zementherstellers:

► Ein allgemeines Abfallen der Grundwasserstände aufgrund des Kalkabbaus sei auch im aktuellen Beobachtungszeitraum 2013 bis 2018 nicht erkennbar. Die zeitweise tieferen Grundwasserstände und geringeren Quellschüttungen seien vielmehr auf trockene Wetterphasen zurückzuführen.

► Der bei einigen Quellen ausdauernde, bei anderen zeitweilig aussetzende Wasserfluss – die sogenannte Charakteristik der Quellschüttung – habe sich bei keiner der Quellen verändert.

► Veränderungen der Grundwasserstände sind ausschließlich an den Messstellen innerhalb der Steinbrüche zu beobachten, nicht aber an außerhalb liegenden Messstellen und Hausbrunnen. Die Reichweite der Auswirkung des Kalkabbaus ist damit sehr begrenzt

Dyckerhoff-Werkleiter Franz-Josef Barton zeigt sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Mit dem aktuellen dritten Fünf-Jahresbericht liegen nun seit fast 20 Jahren Beobachtungswerte zur Grundwassersituation vor, und es sind keine negativen Auswirkungen des Kalkabbaus erkennbar. Wir werden die umfangreichen Messungen fortführen und gehen auch weiterhin Hinweisen aus der Bevölkerung auf eventuelle Auffälligkeiten gerne nach.“

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