Dritter Tag des Gestütsprozesses
Die Beweisaufnahme geht weiter

Warendorf -

Die Klärung der Zusammenhänge beim Verfahren gegen die drei ehemaligen Führungskräfte des Landgestüts ging am Montag, dem dritten Verhandlungstag, weiter.

Montag, 18.02.2019, 11:42 Uhr aktualisiert: 18.02.2019, 11:59 Uhr
Dritter Tag des Gestütsprozesses: Die Beweisaufnahme geht weiter
Die Suche nach der Wahrheit im Prozess gegen die drei früheren Führungskräfte im Landgestüt ging am Montag weiter. Foto: Joachim Edler

Das ehemalige Führungstrio aus Leiterin, ihrem Stellvertreter und Verwaltungschef sowie dem ehemaligen Ersten Hauptberittmeister ließ über seine Anwälte Erklärungen verlesen, in denen es den Verdacht der Vorteilnahme zurückweist: Es sei um Kontaktpflege nach Katar gegangen statt um persönliche Bereicherung. Am späten Vormittag zog sich das Gericht zur Beratung kurz zurück.

Es hatte erneut einen Zeugen aus dem Fachministerium geladen, dessen Aussage Aufschluss über die Nebentätigkeit der Angeklagten, deren eigens gegründeter Firma und Dienstreisen mit Ehepartnern nach Katar sowie einbehaltene Preisgelder von dortigen Turnieren geben sollte.

Demnach wusste das Ministerium um den Kontakt zu den Scheichs, hatte aber eine pauschale Dienstreisegenehmigung nach Katar versagt. Seltsam kam dem Zeugen, einem Fachbereichsleiter im zuständigen Ministerium, dann schon vor, als er hörte, dass die Dienstreisen mit Partnern angetreten wurden. Die Ehepartner seien ausdrücklich auf Wunsch der Kataris eingeladen worden, so die Angeklagten – das sei Gastfreundschaft und so üblich in dem Land.
(Die WN berichten weiter)

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6400884?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819239%2F
Nachrichten-Ticker