Rat akzeptiert Bürgerentscheid
Ideen für Sandstein-Museum gesucht

Havixbeck -

Das Ergebnis des Ratsbürgerentscheids stellte der Gemeinderat formal fest. Nachdem die bisherigen Pläne für das Sandstein-Museum auf deutliche Ablehnung bei den Bürgern gestoßen sind, soll ein neuer Anlauf unternommen werden.

Samstag, 16.02.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 16.02.2019, 14:33 Uhr
Der ehemalige Rabertshof im Gennerich wird wahrscheinlich in kleinen Schritten modernisiert.
Der ehemalige Rabertshof im Gennerich wird wahrscheinlich in kleinen Schritten modernisiert. Foto: Klaus de Carné

Auch vier Tage nach dem Ratsbürgerentscheid war die Ernüchterung im Gemeinderat am Donnerstagabend noch deutlich zu spüren. Mit einem so deutlichen Ergebnis aus der Bürgerschaft hatte keiner gerechnet. Es sei viel Zeit verloren gegangen, aber nun hieße es weiterzudenken, erklärte Dr. Friedhelm Höfener von den Grünen. Er forderte einen Neustart für das Baumberger-Sandstein-Museum. Höfener verwies auf andere millionenschwere Förderprogramme, die die Gemeinde zunächst einmal abklopfen müsse.

„Wir haben den Willen der Bürger zu akzeptieren und nichts anderes kommt infrage“, erklärte die SPD-Fraktionsvorsitzende Margarete Schäpers. Ihrer Meinung nach sollte man nun in Ruhe das Objekt Museum angehen. Sie schlägt eine Museums-Werkstatt vor, in der sich alle einbringen.

Die CDU-Fraktion brachte eine Erweiterung des Beschlussvorschlags der Verwaltung ins Spiel. Darin heißt es, dass die Weiterführung der Planungen aufgegeben werden soll. Die CDU-Fraktion formulierte weiter, dass der Bürgermeister nun beauftragt werde, unter Beteiligung der Vertreter der beiden Bürgerinitiativen, dem Förderverein und dem Museumsbeirat einen konkreten Plan für die Modernisierung zu erarbeiten.

„Der Bürgerentscheid ist Demokratie in Reinform, weil alle Bürger die Möglichkeit hatten, daran teilzunehmen“, meinte Friedbernd Krotoszynski (FDP). Man müsse das Votum sehr ernst nehmen und genau schauen, wie man vorgehe.

„Was wollen wir eigentlich?“

Bürgermeister Klaus Gromöller gab den Fraktionen klar zu verstehen, dass er genau wissen möchte, was der Rat wolle. Er respektiere die Abstimmung vom vergangenen Sonntag. „Was wollen wir eigentlich?“, stellte Gromöller die Frage. Er möchte klare Vorgaben vom Gemeinderat, ansonsten mache es keinen Sinn, die Arbeit wieder aufzunehmen.

Margarete Schäpers forderte den Bürgermeister auf, jetzt aktiv zu werden. „Wem ist denn hier etwas nicht gelungen?“, stellte sie für sich fest.

Bei einer Enthaltung (Bürgermeister) stimmten die Mitglieder des Gemeinderats für den in der Sitzung erweiterten Beschlussvorschlag. Wichtig war allen Fraktionen, dass die Bürger umfangreich an der weiteren Planung beteiligt werden.

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