Nach Typisierungsaktion
Womöglich Spender für Jaliyah gefunden

Osnabrück -

Für die siebenjährige Jaliyah ist eine Stammzellenspende die wohl letzte Chance, zu überleben. Ihre Familie und die DKMS haben erst in der vergangenen Woche eine Typisierungsaktion organisiert. Jetzt gibt es gute Nachrichten. 

Donnerstag, 17.01.2019, 11:22 Uhr aktualisiert: 17.01.2019, 15:48 Uhr
Nach Typisierungsaktion: Womöglich Spender für Jaliyah gefunden
Für Jaliyah würde womöglich ein passender Stammzellenspender gefunden. Foto: DKMS

"Jaliyah hat eventuell einen Spender gefunden!" - Diese gute Nachricht verbreitet sich im Netzwerk Facebook gerade rasant. Das siebenjährige Mädchen aus Osnabrück ist todkrank, eine Stammzellenspende ist ihre einzige Chance. Jetzt scheint es einen Treffer in einer der weltweiten Datenbanken gegeben zu haben.

Das berichtet Jaliyahs Familie auf der extra gegründeten Facebook-Seite "Jaliyah sucht einen Helden - Gemeinsam für Jaliyah". Dort schreiben die Angehörigen, dass die Auswertungen zwar noch laufen, aber dass das Mädchen auch bereits auf die Knochenmarktransplantation vorbereitet werde. 

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Untersuchungen sollen Sicherheit bringen

Auch die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) wurde mittlerweile darüber informiert, dass wohl ein Spender gefunden wurde. Das bestätigt Christian Werheid von der Spenderneugewinnung der DKMS in Köln auf Anfrage. "Allerdings stehen jetzt noch Untersuchungen an, damit die Ärzte die hundertprozentige Sicherheit haben, dass der Spender passt und auch gesund ist", sagt Werheid.

Ob der Spender aus der DKMS oder einen anderen Spenderdatei stammt, konnte Werheid nicht beantworten. Sicher konnte er nur sagen, "dass es niemand von den 1500 Personen ist, die sich am 12. Januar in Osnabrück neu registriert haben". Der Grund: Die Proben befinden sich noch in der Auswertung. Erst in drei bis vier Wochen werden diese potenziellen Spender laut Werheid dem weltweiten Spendersuchlauf zur Verfügung stehen.

Jede Spende kann helfen

Umsonst war die Registrierung in Osnabrück aber nicht. Denn jede Registrierung kann zu einer Spende führen, die ein Leben rettet. Werheid betont, dass aus der Aktion am vergangenen Samstag "im Laufe der nächsten Monate und Jahre mit Sicherheit Spender für andere Patienten hervorgehen".

Besonders erfolgreich sei die Aktion auch gewesen, weil sich viele Menschen registriert haben, die keine deutschen Wurzeln haben. Die Wahrscheinlichkeit einen Spender zu finden, hängt laut Werheid stark mit der Ethnie zusammen. 

Typisierung

Auch unabhängig von Typisierungsaktionen kann man sich für die DKMS registrieren. Alle Infos gibt es online:  www.dkms.de/de/spender-werden

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Aufruf in rührendem Video

Das Schicksal des Mädchens hat in den vergangenen Tagen und Wochen viele Menschen auch über die Grenzen von Osnabrück hinaus bewegt. Jaliyah hat eine seltene Blutkrankheit, die verhindert, dass ihr Körper eigenständig Blut produziert. In einem rührenden Video hatte die Siebenjährige selbst dazu aufgerufen, sich registrieren zu lassen.

Jaliyahs Familie und die DKMS hatten die Typisierungsaktion gemeinsam organisiert. Neben 1500 Registrierungen kamen zudem Spendengelder in Höhe von 12.000 Euro zusammen.

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