Typisierungsaktion in Osnabrück
1500 Menschen registrieren sich für Jaliyah

Osnabrück -

Jaliyah ist eine Kämpferin. Die Siebenjährige hat eine seltene Blutkrankheit und braucht deshalb einen Stammzellenspender. Bei einer Typisierungsaktion am Samstag haben sich 1500 Menschen registrieren lassen. Jetzt ist Geduld gefragt.

Montag, 14.01.2019, 14:02 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 14:34 Uhr
Typisierungsaktion in Osnabrück: 1500 Menschen registrieren sich für Jaliyah
Jaliyah braucht einen Stammzellenspender. Knapp 1500 Menschen folgten ihrem Aufruf. Foto: DKMS

Jaliyah ist sieben Jahre alt und leidet an einer seltenen Blutkrankheit. Um zu überleben, braucht sie einen passenden Stammzellenspender. Das Schicksal des Mädchens aus Osnabrück hat viele Menschen bewegt, auch über die Grenzen der niedersächsischen Großstadt hinaus.

Bei einer Typisierungsaktion am Samstag haben sich nach Angaben der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) knapp 1500 Menschen registrieren lassen. Zudem sind insgesamt 12.000 Euro Spendengelder für die DKMS zusammengekommen. 

Proben werden ausgewertet

Ob für Jaliyah ein passender Spender dabei war, ist noch nicht klar. "In spätestens vier Wochen sind alle Proben ausgewertet", sagt Christian Werheid von der Spenderneugewinnung der DKMS in Köln am Montag. Dann stehen die potenziellen Spender dem weltweiten Suchlauf zur Verfügung - und können so auch für Jaliyah gefunden werden. 

Jaliyah selbst hatte mit einem rührenden Video bei Facebook auf die Aktion aufmerksam gemacht. Sie hat aplastische Anämie, eine seltene Erkrankung des blutbildenden Systems. Ihr Körper kann deshalb selbstständig kein Blut produzieren. Jaliyah ist deshalb auf einen Spender für Stammzellen aus dem Knochenmark angewiesen. 

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Dank für große Unterstützung

Das Video wurde bei Facebook veröffentlicht und innerhalb weniger Tage knapp 1500 Mal geteilt. Noch am Samstagabend - direkt nach der Aktion - wurde auf der Facebook-Seite "Jaliyah sucht einen Helden - Gemeinsam für Jaliyah" ein großer Dank ausgesprochen. "Danke an alle, die da waren, an alle Sponsoren für die Unterstützung und ein ganz besonders großes Dankeschön an die DKMS-Mitarbeiter", heißt es in dem Text.

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DKMS ist "sehr zufrieden"

Bei der DKMS zeigte man sich am Montag "sehr zufrieden" mit dem Verlauf der Aktion. Dass so viele Menschen zu einer Typisierungsaktion kommen, sei nicht selbstverständlich, sagt Christian Werheid.

Typisierung

Die DKMS weist darauf hin, dass Typisierungen auch fernab von Aktionen wie der in Osnabrück möglich sind. Ein Registrierungsset kann einfach nach Hause bestellt werden. Infos gibt es unter:  www.dkms.de

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Wie viele Menschen sich bei solchen Aktionen typisieren lassen, hängt laut Werheid von verschiedenen Faktoren ab. So gebe es einen Unterschied, ob der Patient ein Kind oder ein Erwachsener sei. Entscheidend sei auch, wie bekannt die DKMS in der jeweiligen Stadt oder Region sei.

Alle Hebel in Bewegung gesetzt

Allgemein lassen sich bei jeder Typisierungsaktion etwa 1000 Menschen registrieren, so Werheid. In Osnabrück habe man auf mehr als 1000 Registrierungen gehofft - und sei deshalb sehr glücklich mit dem Ergebnis. 

Besonders komme es auch auf die Initiativgruppe an - in Jaliyahs Fall war das die Familie. "Jaliyahs Familie und alle Unterstützer haben wirklich eine tolle Aktion organisiert und alle Hebel in Bewegung gesetzt", lobte Werheid.

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