Prüfungs-Panne
Beim Nachbarn abgegeben - Jura-Klausuren sind wieder da

Hamm -

Die 25 Jura-Studierenden aus Münster, Bielefeld und Bochum, deren Examensarbeiten verschwunden waren, müssen ihre Klausuren nun doch nicht noch mal schreiben. Statt beim Zweitkorrektor war das Paket offenbar bei einer WG in Münster gelandet und dort wochenlang liegengeblieben.

Freitag, 14.12.2018, 21:00 Uhr aktualisiert: 14.12.2018, 21:35 Uhr
Prüfungs-Panne: Beim Nachbarn abgegeben - Jura-Klausuren sind wieder da
An der falschen Tür geklingelt: Ein Paket mit den Staatsexamen-Klausuren von 25 Jura-Studenten wurde bei Nachbarn des Zweitprüfers abgegeben. Foto: Colourbox.de

Die verschollenen Arbeiten sind wieder aufgetaucht, teilte das Oberlandesgericht in Hamm am Freitag mit. „Bei der gründlichen Aufarbeitung des Sachverhaltes“ sei festgestellt worden, dass das Paket nicht, wie zunächst angenommen, an das Landgericht Münster, sondern an den Zweitkorrektor persönlich abgesandt worden war. Es sei dann „im Wege der Ersatzzustellung“ in dessen Nachbarschaft abgegeben worden. Davon hatte der Zweitprüfer aber erst am Donnerstag erfahren.

In der App „Jodel” wird berichtet, wie das Paket mit den Klausuren am Donnerstag aus einer WG abgeholt wurde. Demnach sei das Paket an eine falsche Adresse in der Kettelerstraße in Münsters Kreuzviertel zugestellt worden. Am Donnerstag habe dann der Zweitprüfer geklingelt und die Sendung, die seit Oktober verschollen war, abgeholt.

Was wird jetzt aus den Studierenden, deren Staatsexamen-Klausuren abhanden gekommen waren? Ihnen war zur Wahl gestellt worden, die Benotung durch den Erstkorrektor zu akzeptieren oder die Klausur nachzuschreiben.

Das Oberlandesgericht Hamm hat für sie gute Nachrichten. Den betroffenen Prüflingen wurde mitgeteilt, dass ihre Klausuren gefunden worden seien, die Zweitprüfung nun begänne und sie nicht, wie zunächst befürchtet, die Arbeit wiederholen müssten.

In der Pressemitteilung schreibt das Oberlandesgericht Hamm: „Damit kann das Prüfungsverfahren fortgesetzt werden. Das hiesige Justizprüfungsamt bedauert den Vorfall sehr.”

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