Nach Vierfach-Mord in Enschede
Festnahme auf der Autobahn

Enschede -

Spektakuläre Festnahme auf der Autobahn: Auf der A 1 bei Enter hat es am Montagnachmittag einen Zugriff durch ein mobiles Einsatzkommando der niederländischen Polizei gegeben.

Montag, 26.11.2018, 17:21 Uhr aktualisiert: 26.11.2018, 19:14 Uhr
Nach dem vierfachen Mord in den Räumen eines Geschäftsbetriebes in Enschede hat die Polizei nach unbestätigten Angaben am Montag Verdächtige festgenommen.
In diesem Gebäude wurden die vier Männer erschossen. Foto: mb

Nach dem Vierfachmord in Enschede hat die niederländische Polizei am Montagnachmittag zwei Männer festgenommen, einen 32-Jährigen und einen 57-Jährigen Beide haben ihren Wohnsitz in Hengelo. Die Polizei verdächtigt sie, mit der Gewalttat vom 13. November zu tun zu haben. Außerdem sollen sie ein weiteres Gewaltverbrechen verübt haben, teilte die Polizei Twente mit. Dabei wurde am 7. November in Hengelo ein Mann misshandelt und mit einer Schusswaffe bedroht, aus der auch Schüsse abgefeuert wurden.

Im Zusammenhang mit den Festnahmen finden derzeit Hausdurchsuchungen in mehreren Orten in Twente statt. Weitere Festnahmen werden nicht ausgeschlossen, so die Polizei.

Gegen 16 Uhr hatte es laut einem Bericht des Twentsche Courant Tubantia eine Festnahme auf der Autobahn 1 bei Enter gegeben. Ein mobiles Einsatzkommando der niederländischen Polizei hatte nach Angaben von Augenzeugen ein Auto gestoppt. Die Beamten trugen Sturmhauben und schusssichere Westen. Sie hatten das Fahrzeug des verdächtigen offenbar auf den Seitenstreifen gedrängt und dort festgesetzt.

Etwa zur selben Zeit wurde der zweite Verdächtige in einem Appartement-Komplex verhaftet. Dort sei, so berichteten Zeugen, ein Mann mit verbundenen Augen abgeführt worden.

Der Mord an vier Männern, die am 13. November in einem Geschäftsgebäude an der van Leeuwenhoek­straat in Enschede erschossen wurden, ist das schwerste Gewaltverbrechen, das bisher in Twente verübt wurde. Getötet wurden zwei Männer aus Hengelo sowie zwei weitere aus Enschede und Arnheim. Die Polizei setzte ein 80-köpfiges Team ein, um den Tätern auf die Spur zu kommen.

Schon am Tatabend waren zwei Verdächtige festgenommen worden. Es stellte sich aber heraus, dass sie nichts mit dem Vierfachmord zu tun haben. Sie wurden wie der auf freien Fuß gesetzt.

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