Terrorschutz: Stadt verzichtet auf Sperren – keine konkrete Gefahrenlage in Warendorf
Keine Poller im Weihnachtswald

Warendorf -

Seit zwei Jahren – seit dem Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt durch den Islamisten Anis Amri – verstärken Städte ihre Sicherheitsvorkehrungen und greifen auf Bollwerke wie Wassertanks, Betonpoller oder Lastwagen zurück. Anders in Warendorf. Das beschauliche Weihnachtswäldchen, das vom 30. November bis 16. Dezember seine Pforten auf dem Marktplatz öffnet, bleibt wie es ist. Die Stadt verzichtet auf Müllwagen, Betonklötzen oder Wassersäcken inmitten des Budenzaubers.  

Mittwoch, 21.11.2018, 20:00 Uhr aktualisiert: 22.11.2018, 11:20 Uhr
Poller, Betonklötze, Metallgitter – das gehört in diesem Jahr zum Bild vieler Weihnachtsmärkte in der Region. Anders in Warendorf. Das Weihnachtswäldchen, das vom 30. November bis 6. Dezember seine Pforten auf dem Markt öffnet, bleibt wie es ist.
Poller, Betonklötze, Metallgitter – das gehört in diesem Jahr zum Bild vieler Weihnachtsmärkte in der Region. Anders in Warendorf. Das Weihnachtswäldchen, das vom 30. November bis 16. Dezember seine Pforten auf dem Markt öffnet, bleibt, wie es ist. Foto: Ludger Warnke/Stadt Warendorf

Poller, Betonklötze, Metallgitter – das gehört in diesem Jahr zum Bild vieler Weihnachtsmärkte in der Region. So wollen die Städte Besucher vor möglichen Terroranschlägen schützen. Rund um den Lichterglanz, Glühweinduft und Handwerksständen werden graue Betonklötze oder Metallgitter gestellt, teilweise sollen Lastwagen quer vor den Eingangsbereichen der Märkte platziert werden, um so vor Terrorangriffen mit Fahrzeugen zu schützen.

Anders in Warendorf. Das beschauliche Weihnachtswäldchen, das vom 30. November bis 16. Dezember seine Pforten auf dem Marktplatz öffnet, bleibt, wie es ist. Die Stadt verzichtet auf Müllwagen, Betonklötzen oder Wassersäcken inmitten des Budenzaubers.

Eine Anfrage beim Ordnungsamt der Stadt ergab: „Generell vor Großveranstaltungen, wie auch jetzt dem Warendorfer Weihnachtswäldchen, stehen wir in Kontakt mit der Direktion Gefahrenabwehr der Kreispolizeibehörde“, so Markus Rompusch, stellvertretender Teamleiter des Sachgebietes Ordnung und Sicherheit der Stadt Warendorf. „Es gibt zwar bundesweit eine erhöhte abstrakte Gefahr, aber keine konkrete Gefahrenlage in Warendorf. Darum haben wir uns entschlossen, keine Wassertanks oder Poller aufzustellen.“ Seit zwei Jahren – seit dem Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt durch den Islamisten Anis Amri – verstärken Städte ihre Sicherheitsvorkehrungen und greifen auf Bollwerke wie Wassertanks, Betonpoller oder Lastwagen zurück.  

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