Große Münster-Serie zu den vergangenen 25 Jahren
Zäher Neubeginn in den Kasernen: 2013 verlassen die letzten britischen Soldaten die Stadt

Münster -

Die große Serie zur Entwicklung Münsters erreicht das Jahr 2013: Die letzten britischen Soldaten verlassen die Stadt. Die beiden frei geräumten Kasernen sollen in Wohnquartiere umgewandelt werden. Doch der Neubeginn ist sehr zäh.

Dienstag, 20.11.2018, 18:40 Uhr
Über Jahrzehnte hinweg sind britische Soldaten in Münster, hier eine Parade auf dem Domplatz, ein vertrauter Anblick. 2013 aber verlassen die letzten Truppenteile die Stadt.
Über Jahrzehnte hinweg sind britische Soldaten in Münster, hier eine Parade auf dem Domplatz, ein vertrauter Anblick. 2013 aber verlassen die letzten Truppenteile die Stadt. Foto: Oliver Werner

Als im Jahr 2013 die letzten 700 britischen Soldaten Münster verlassen, kommt sogar Prinz Andrew, der Sohn der Queen. Mit einer Parade in der Gievenbecker Oxford-Kaserne wird eine fast 70-jährige Geschichte beendet, die Münster mit dem englischen Militär verbindet. Zählt man die Angehörigen der Soldaten hinzu, so leben phasenweise bis zu 10.000 Briten in Münster – geräuschlos und doch unübersehbar.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges übernimmt England als Besatzungsmacht den Nordwesten Deutschlands. Später, als sich der Ost-West-Konflikt verschärft, stehen die Bundesrepublik Deutschland und das britische Königreich Seite an Seite in der Nato. Die Britische Rheinarmee, die unter anderem in Münster stationiert ist, soll mithelfen, die Staaten des Warschauer Pakts von einem Aufgriff auf Westeuropa abzuhalten. Das geteilte Deutschland gilt damals – wie selbstverständlich – als Aufmarschgebiet bei einer militärischen Auseinandersetzung. 

Chance für den Wohnungsmarkt

Mit der Deutschen Einheit und der Auflösung des Warschauer Paktes hat sich diese Aufgabe erledigt. Es beginnt ein kontinuierlicher Schrumpfungsprozess, der dann in Gievenbeck sein Ende findet. Die Gremmendorfer York-Kaserne, in den letzten Jahren das zweite Standbein der britischen Soldaten in Münster, wird bereits 2012 geräumt. 

Mit dem kompletten Abzug der Briten ergibt sich in Münster die historische Chance, für eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt zu sorgen, zumal neben den beiden Kasernen auch 18 Wohnquartiere aufgegeben werden. 

Bereits 2010 beginnt die Stadtverwaltung mit der Erarbeitung eines Rahmenplanes für die Konversion und kündigt an, unmittelbar nach dem Abschied der Briten die Umwandlung der beiden Kasernen in neue, große Wohnquartiere anzustreben. 2012 wird dieser Plan in eine Konversionsvereinbarung mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gegossen. Die Bima ist eine Bundesbehörde, die dem Finanzministerium unterstellt und. Die leer stehenden Kasernen sind in ihr Eigentum übergegangen. 

Die Erwartungen sind riesig, doch die Spitze der Stadtverwaltung und Oberbürgermeister Markus Lewe stoßen schnell an ihre Grenzen. Sie schnappen nach einem wohnungspolitisch großen Bissen – und verschlucken sich fast daran.

Führungen durch die Kasernen in Gievenbeck und Gremmendorf

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Frage nach dem Baubeginn 

Die Wohnungssuchenden müssen warten, weil die Kompetenzen in der Stadtverwaltung sehr unterschiedlich verteilt sind. Mit großem Ehrgeiz und hohem Personaleinsatz stürzen sich die Verantwortlichen drauf, die zwei insgesamt 76 Hektar großen Kasernengrundstücke zu überplanen und dabei möglichst viele Anregungen aus der Bürgerschaft zu berücksichtigen. Bei den Ankaufsverhandlungen mit der Bima indes stehen die städtischen Bediensteten wie ein Ochs vorm Berg und wissen nicht, wie sie zu einem für die Stadt akzeptablen Preis kommen sollen. 

Im Laufe der Jahre geht die Schere weit auseinander. Auf der einen Seite erwecken Bürgerversammlungen, Workshops und Broschüren den Eindruck, als stehe in Gremmendorf und Gievenbeck Großes bevor. Auf der anderen Seite bleibt die Frage nach dem Baubeginn stets vage, weil die Flächen nicht der Stadt gehören und auch offen ist, zu welchen Konditionen man sie erwerben kann.

In der Öffentlichkeit herrscht zuweilen die irrige Meinung vor, die Bima sei eine raffgierige, „kapitalistische“ Behörde. Die Wahrheit ist viel banaler. Die Bima hält sich an das Bima-Gesetz und die Vorgaben des Finanzministeriums, wonach Grundstücke und Immobilien zu marktüblichen Preisen verkauft werden sollen – zum Wohne der Staatskasse. 

Wo früher Kasernen standen

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  • Bis heute siedelten sich im Gewerbepark Loddenheide um die 75 Unternehmen und Behörden an.

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  • Die Meerwiese auf den Areal der alten Portsmouth-Kaserne.

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  • Die frühere Von-Einem-Kaserne ist heute ein Uni-Campus.

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  • Früher war die Wohnsiedlung Weißenburg eine Hindenburg-Kaserne.

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  • Die Speicherstadt Coerde war ehemals die Winterbourne-Kaserne.

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  • Neue Häuser werden auf dem ehemaligen Gelände der Portsmouth-Kaserne gebaut,

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  • Im Lincoln-Quartier entstanden ebenfalls Wohnungen in einem ehemaligen Kasernengebäude.

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  • So wie auch auf dem Gelände der Nelson-Kaserne an der Gasselstiege.

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Damit unterscheiden sich die Konversionsverhandlungen der vergangenen Jahre grundlegend von denen der 1990er-Jahre, als schon mal im großen Stil nicht mehr benötigte Kasernen in Wohn- und Gewerbegebiete umgewandelt werden. Damals ist es der Bima noch erlaubt, die Flächen zu einem Vorzugspreis abzugeben. 

Spätestens an dieser Stelle zeigt sich das Dilemma. Die Stadt Münster verfolgt das Ziel, mit den 3000 neuen Wohnungen preisdämpfend auf den angespannten Wohnungsmarkt in Münster einzuwirken. Die Bima und das Finanzministerium indes hoffen im Gegenzug, als Verkäufer lukrativer Flächen von eben diesem angespannten Wohnungsmarkt finanziell zu profitieren. Da die Preiskurve in Münster steil nach oben zeigt, sitzt Berlin am längeren Hebel. 

Als sich der Konflikt zuspitzt, gehen Oberbürgermeister Markus Lewe und die CDU-Bundestagsabgeordnete Sybille Benning 2017 dazu über, eine „politische“ Lösung anzustreben. Aufgrund guter und direkter Kontakte zu dem aus Ahaus stammenden CDU-Finanzstaatssekretär Jens Spahn versuchen sie, diesen zu einem Entgegenkommen zu bewegen. 

An der grundlegenden Schwierigkeit ändert sich aber nichts. Der CDU-Politiker Spahn betont, dass eine „einvernehmliche Lösung“ zwischen Bund und Stadt möglich sei. Der Staatssekretär Spahn indes betont, dass es nur eine Lösung geben werde, welche die finanziellen Interessen des Bundes wahre. 

Was lange währt...

Zuvor gibt es noch ein anderes Problem: In der zweiten Jahreshälfte 2015 steigt der Zuzug von Flüchtlingen dramatisch an. Die Bima reagiert schnell und stellt beide Kasernen für die Registrierung und Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung. Damit wird ein Problem gelöst, aber eines geschaffen. Der Plan der Stadt, die angestrebte Wohnbebauung auch tatsächlich umzusetzen, erhält neue Fragezeichen. Wieder einmal sitzt die Bima – als Eigentümerin – am längeren Hebel und drängt die Stadt in die Rolle des Bittstellers. 

Um den Abzug der Erstaufnahme-Einrichtung (EAE), eine Einrichtung des Landes, auf dem Gelände der York-Kaserne zu beschleunigen, erklärt sich Oberbürgermeister Lewe Ende 2017 bereit, Münster zum Standort einer vom Land favorisierten Zentralen Ausländer-Behörde (ZAB) zu machen. Die ZAB kümmert sich bevorzugt um Abschiebungen.

Doch der Bündnispartner GAL spielt nicht mit. Die ZAB bekommt im Rat keine Mehrheit. Der lange Schatten, der nach sechs ergebnislosen Jahren ohnehin auf dem Thema Konversion lastet, wird noch etwas länger. 

Im April 2018 erfolgt der Durchbruch. Ein Kaufvertrag liegt vor. Damit nicht genug. Der Bund reagiert auf die Dauerkritik und gewährt beim Kaufpreis einen Nachlass von 25.000 Euro je Sozialwohnung. Was lange währt, wird endlich gut.

Überschrift

Die komplette Serie erscheint Anfang 2019 als Taschenbuch.

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Was Münster im vergangenen Vierteljahrhundert bewegte

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  • 1993: 1200-Jahr-Feier. Ob sich diese Schüler des Hittorf-Gymnasiums wieder erkennen? Auf diesem Foto aus dem Jahr 1993 werben sie für den Schülerfotowettbewerb. In der Hand halten sie das offizielle Logo des Stadtjubiläums, der zugleich auch das Thema des Wettbewerbs darstellt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • 1994: Marion Tüns wird Oberbürgermeisterin. Der frühere Oberbürgermeister Jörg Twenhöven (vorne, v.r.) und Oberstadtdirektor Tilman Pünder blicken nicht gerade begeistert, als Marion Tüns erstmals die Oberbürgermeister-Kette trägt. Jubeln indes kann die grüne Bürgermeisterin Barbara Schlemann (vorne, l.), neben ihr die CDU-Politikerin Hildegard Graf.

    Foto: Matthias Ahlke
  • 1995: Streit um Madonna im Südpark. Die Künstlerin Emmy Feldmann hat jene Schutzmantelmadonna, deren Aufstellung in Münster zum Politikum wir, geschaffen

    Foto: Ahlke
  • 1996: Bürgerentscheid stoppt Gesamtschule. Ausgiebig feiern der CDU-Fraktionschef Werner Stolz (vorne, v.l.) sowie die Elternvertreter Eleonore Heyne, Thomas Gruschka und Renate Spitzner ihren Sieg beim Bürgerentscheid. Die Haupt- und die Realschule im Ostviertel bleiben bestehen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • 1997: Skulptur-Projekte erleben Durchbruch. Nicht kleckern, sondern klotzen, heißt bei den Skulptur-Projekten 1997 die Devise. Die gut besuchte Eröffnungsveranstaltung vermittelt  einen ersten Vorgeschmack auf die gewachsene Bedeutung der Ausstellung.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 1998: 350 Jahre Westfälischer Friede. Die Jubiläumsfeier in Osnabrück und Münster beschert den beiden Städten eine sicherlich einmalige Dichte an politischer Prominenz. Nie zuvor und nie danach gab es in der jüngeren Geschichte der Stadt Münster einen solchen Auflauf von europäischen Staatsoberhäuptern wie bei der Eröffnung der Europaratsausstellung zum Westfälischen Frieden im Landesmuseum am Domplatz.

    Foto: Presseamt Stadt Münster
  • 1999: Berthold Tillmann wird Oberbürgermeister. Berthold Tillmanns Erfolg am Wahlabend 1999 ist so überwältigend, dass ihm seine Frau Cornelia Bergmann überschwänglich in die Arme fällt. Deutlich lässt der Herausforderer die Amtsinhaberin Marion Tüns hinter sich.

    Foto: Ahlke
  • 2000: Gericht kippt Preußen-Park. Im Modell gab es das ECE-Einkaufszentrum und das neue Stadion bereits. Doch daraus wurde nichts. Zur Orientierung: Im Vordergrund verläuft die Hammer Straße, im Hintergrund sind die Hochhäuser von Berg Fidel zu sehen

    Foto: Ahlke
  • 2001: Konzept für dezentrale Flüchtlingsunterbringung. 2008, also sieben Jahre nach dem Beginn des Konzepts, zeichnet der damalige NRW-Integrationsminister Armin Laschet (v.l.) das münsterische Flüchtlingskonzept aus. Projektleiter Jochen Köhnke und Sypros Marinos, Vorsitzender des Ausländerbeirates, nehmen die Urkunde entgegen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • 2002: Nein zur Stadtwerke-Teilprivatisierung. Otto Meyer und Marion Tüns (vorne, v.l.) werden nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid bejubelt. 2002 werden die Münsteraner an die Urnen gerufen, um die Frage zu beantworten, ob die Stadt Münster die alleinige Eigentümerin der Stadtwerke Münster bleiben soll. Die Antwort beim Bürgerentscheid ist eindeutig: 65,4 Prozent der Wähler stimmen dem zu, nur 34,6 Prozent sind für die von der CDU-Alleinregierung geplante Teilprivatisierung des Versorgungsunternehmens. 

    Foto: Matthias Ahlke
  • 2003: Müllaufbereitungsanlage am Start. In Coerde wird die MBRA eröffnet. Die vier Buchstaben stehen für Mechanisch-Biologische Restmüll-Aufbereitungsanlage. Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit der Landesregierung in Düsseldorf setzt die Stadt Münster ein Abfallkonzept um, das ohne eine Müllverbrennungsanlage auskommt. 

    Foto: Matthias Ahlke
  • 2004: Tiefgarage Ludgeriplatz scheitert. Der Ludgeriplatz, hier ein Foto aus dem Jahr 2001, ist ein kompliziertes Gebilde. Wo soll man hier eine Tiefgarage bauen, fragen sich 2004 viele Münsteraner. Am Ende scheitert das Projekt.

    Foto: Oliver Werner
  • 2005: Pläne für Kanalausbau werden vorgestellt. Als 2017 die Behelfsbrücke, die während des Baus der neuen Schillerstraßen-Brücke erforderlich, wieder abtransportiert wird, liegt die erste öffentliche Präsentation der Ausbaupläne bereits zwölf Jahre zurück.

    Foto: Matthias Ahlke
  • 2006: Münster-Arkaden eröffnet. Von der Rothenburg bis zur Ludgeristraße führt ein Verbindungsweg lang durch die Münster-Arkaden. Seit der Eröffnung 2006 ist das Einkaufszentrum aus der Innenstadt nicht mehr wegzudenken.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • 2007: Südbad schließt. Die Adresse Inselbogen 36 ist derzeit eine Brachfläche. Bis 2007 hat hier das Südbad gestanden. Zwischenzeitlich ist geplant, das Grundstück mit Wohnungen zu bebauen, wozu sich die Kommunalpolitiker aber nicht durchringen können. Zugleich aber werden die verschiedenen, bislang ins Auge gefassten Pläne zum Bau eines neuen Südbades nicht umgesetzt, so dass der Inselbogen 36 seit gut einem Jahrzehnt irgendwo zwischen Baum und Borke vor sich hin dümpelt.

    Foto: Ahlke
  • 2008: Münsteraner erteilen dem Bau einer Musikhalle per Bürgerentscheid eine Absage. Mit einer Aufführung der Carmina Burana vor dem Schloss hatten die Musikhallenfreunde noch für ein „Nein“ geworben – vergeblich. 

    Foto: pia
  • 2009: Markus Lewe wird Oberbürgermeister. Der SPD-Kandidat Wolfgang Heuer (2.v.r.) gratuliert Markus Lewe nach der Oberbürgermeisterwahl zum Sieg. Später macht Heuer als Ordnungs- und Personaldezernent Karriere unter Lewe.

    Foto: Ahlke
  • 2010: Städtebaupreis für die Stubengasse. Unter den vielen Preisen, die Münster schon gewonnen hat, fällt der Deutsche Städtebaupreis im Jahr 2010 kaum auf. Auch wenn der Preis allenfalls in Fachkreisen bekannt ist, so wird mit ihm ein städtebaulicher Wandel dokumentiert, der in Münster sehr wohl eine breite Wirkung erzielt hat. 

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  • 2011: Forensische Klinik geht in Betrieb. Nur selten ist das Tor der forensischen Klinik in Amelsbüren so seit offen wie am Tag der Offenen Tür 2011. Kurze Zeit später kommen die ersten Patienten.

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  • 2012: Abschied vom Namen Hindenburg. Beim Bürgerentscheid 2012, dem vierten überhaupt, setzen sich nicht die Ja-Stimmen durch, sondern die Nein-Stimmen. Und das auch ziemlich deutlich: 59,4 Prozent der Münsteraner entscheiden sich dafür, dass der frühere Hindenburgplatz seinen neuen Namen Schlossplatz behalten und nicht zum alten Namen zurückkehren soll.

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  • 2013: Abzug der letzten britischen Soldaten. Über Jahrzehnte hinweg sind britische Soldaten in Münster, hier eine Parade auf dem Domplatz, ein vertrauter Anblick. 2013 aber verlassen die letzten Truppenteile die Stadt.

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  • 2014: Münster wäscht auf 300.000 Einwohner. Stefanie Luik über den Dächern von Münster. Im November 2014 wird die Studentin als 300 000. Münsteranerin begrüßt. Die junge Frau aus Reutlingen ist das Gesicht eines anhaltenden Bevölkerungswachstums in Münster.

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  • 2015: Hängepartie an der Umgehungsstraße endet. 2015 passiert das, womit niemand mehr gerechnet hat: Es erfolgt der erste Spatenstich für den vierspurigen Ausbau der Umgehungsstraße, dritter Bauabschnitt. Der jahrzehntelange Vorlauf für diesen umstrittenen Straßenbau beschert Münster einen außergewöhnlichen Superlativ: 31 Jahre lang, von 1986 ist 2017, ist die Bürgerinitiative St. Mauritz aktiv, um eben diesen Ausbau zu verhindern.

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  • 2016: Das Aus für verkaufsoffene Sonntage. Auf diesen Moment haben sie hingearbeitet (vorne, v.l.): Die Pfarrer Martin Mustroph und Jens Dechow, Bernd Bajohr von der Gewerkschaft Verdi und Jochen Lüken, Personalratsvorsitzende der Stadt Münster, feiern den erfolgreichen Bürgerentscheid.

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  • 2017: Hauptbahnhof wird neu eröffnet. Riesig ist der Andrang als der neue Hauptbahnhof im Juni 2017 feierlich eröffnet wird. Das Gebäude kommt gut an. 

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Zum Thema

Zu dieser Serie existiert eine Online-Umfrage. Die Frage zu 2013 lautet: Ist es sichtig, dass in den freien Kasernen insgesamt 3000 Wohnungen gebaut werden?   | www.wn.de/25Fragen

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