RRX: Landesregierung antwortet auf Sundermann-Anfrage
Abgespeckter Halbstundentakt?

Lienen-Kattenvenne/Lengerich -

Ab Dezember 2019 soll der sogenannte Rhein-Ruhr-Express (RRX 7), der heutige RE 2, von Düsseldorf über Münster bis nach Osnabrück durchfahren (die WN berichteten). Allerdings werden Kattenvenne und auf niedersächsischer Seite Natrup-Hagen wohl den bisherigen Halbstundentakt zu Stoßzeiten verlieren.

Dienstag, 30.10.2018, 17:24 Uhr aktualisiert: 30.10.2018, 19:27 Uhr
Derzeit sieht es so aus, dass mit der Einführung des RRX in Kattenvenne und Antrup-Hagen der bisherige Halbstundentakt nicht erhalten bleibt. Das geht aus der Antwort des Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Frank Sundermann hervor.
Derzeit sieht es so aus, dass mit der Einführung des RRX in Kattenvenne und Antrup-Hagen der bisherige Halbstundentakt nicht erhalten bleibt. Das geht aus der Antwort des Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Frank Sundermann hervor. Foto: RRX

Das geht aus der Antwort der schwarz-gelben Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des heimischen Landtagsabgeordneten Frank Sundermann (SPD) hervor. Darin heißt es: „In seiner Genehmigung hat der Bund den eingereichten Fahrplan so geändert, dass die Halte Kattenvenne und Natrup-Hagen nur zweistündlich von der Linie RRX 7 bedient werden. Die Bedienung mit der Linie RB 66 im Stundentakt bleibt davon unberührt.“

Und weiter: „Dafür behalten Hasbergen, Lengerich, Ostbevern und Westbevern den Halbstundentakt, dann aus RB 66 und RE 2, wobei der RE 2 eine stündliche, schnelle Verbindung über Münster hinaus ins Ruhrgebiet und die Landeshauptstadt bietet.“

Sundermann zeigt sich darüber enttäuscht: „Grundsätzlich ist dieses erweiterte Angebot der Bahn zu begrüßen, da es die Anbindung der Bahnhöfe in Lengerich, Hasbergen, Ost- und Westbevern verbessern wird. Allerdings lässt die Landesregierung die Pendler in Kattenvenne und Natrup-Hagen im Regen stehen“, sagt der Landtagsabgeordnete des Tecklenburger Landes, Frank Sundermann (SPD).

Er hatte die schwarz-gelbe Landesregierung in Düsseldorf nach ihren geplanten Maßnahmen gefragt, um zu verhindern, dass der Zug mit Einführung des RRX zukünftig zu den Stoßzeiten nicht mehr halbstündlich in Kattenvenne und Natrup-Hagen halten werde.

„Der Landesregierung scheint dieses Problem offenbar nicht bewusst zu sein, dass in Zukunft Hunderte Berufspendler, Studenten und Schüler zu den Stoßzeiten morgens, mittags und nachmittags Probleme bekommen werden“, so Sundermann. Obwohl es sich um eine länderübergreifende Angelegenheit handele, da auch Niedersachsen mit einem Halt in Natrup-Hagen betroffen sei, scheine es keine Abstimmung zwischen den Landesregierungen zu geben.

Aus Düsseldorf heißt es: „Es handelt sich um eine Bedarfsplan-Maßnahme in der Finanzierungslast des Bundes. Die Einstufung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 sowie die nachfolgende Aufnahme des Projekts in das Bundesschienenwegeausbaugesetz basiert auf einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur). Direkte Einflussmöglichkeiten der Länder bestehen bei gutachterlichen Bewertungen des Bundes nicht.“

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