Bahnstrecke Münster–Lünen
Ende der Eingleisigkeit: Grünes Licht für Teilausbau

Münster -

Die Entscheidung ist offenbar gefallen: Die Bahnstrecke zwischen Münster und Lünen soll zumindest abschnittsweise zweigleisig ausgebaut werden. 

Donnerstag, 25.10.2018, 06:00 Uhr
 
 Ein rund 26 Kilometer langer Abschnitt der Bahnstrecke Münster-Lünen soll zwischen Amelsbüren und Werne ein zweites Gleis bekommen. Foto: Wilfried Gerharz

Wie unsere Zeitung aus informierten Quellen erfuhr, will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) das seit vielen Jahren geforderte, millionenschwere Bauvorhaben in Kürze in den vordringlichen Bedarf des bis 2030 reichenden Bundes­verkehrswegeplans einstufen.

Demnach steht der auch andere Bauvorhaben betreffende Beschluss schon seit einiger Zeit fest. Er soll aber aus Rücksicht auf die Landtagswahlen in Bayern und Hessen frühestens kommende Woche verkündet werden. Beide Länder hoffen auch auf Zuschläge für Bahn-Projekte.

Teilausbau bestätigt

Offizielle Stellen hielten sich auf Nachfrage unserer Zeitung bedeckt. Der Warendorfer CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker indes bestätigte, dass der Teilausbau kommt. „Ich freue mich, es war ein langer Kampf.“ Er gehe davon aus, „dass das Ministerium die Entscheidung Anfang November offiziell verkündet“. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe sagte, ihm sei bekannt, „dass die Prüfungen abgeschlossen sind“.

Ein durchgehend zweigleisiger Schienenstrang auf der 45 Kilometer langen Strecke galt bisher als unwirtschaftlich – anders als der nun an gestrebte Ausbau auf ei­nem rund 26 Kilometer langen Teilstück zwischen Werne und Amelsbüren. Hierfür haben die Experten offenbar jetzt eine positive Einschätzung abgegeben. Es würde ausreichen, den Nah- und Fernverkehr störungsfreier fahren zu lassen.

Hohe Erwartungen

Derzeit sorgt die Vorfahrt der IC-Züge für regelmäßige Verspätungen bei der Regionalbahn 50. Und auch für den dereinst von Dortmund bis Münster führenden Ast des Rhein-Ruhr-Expresses würde dieser zweigleisige Abschnitt ausreichen.

Die Erwartungen in der Region sind hoch, nachdem Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann (CDU) im Juni 2017 den Ausbau zugesagt hatte. Seither hat sich nichts getan.  

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