CDU beim Ortstermin am Wetterweg
Eltern warnen vor Tütchen auf Spielplatz

Ahlen -

Seltsame Substanzen in Tütchen neben dem obligatorischen Müll von Wochenend-Gelagen: Die Situation auf dem Spielplatz am Wetterweg alarmiert nicht nur Eltern. Auch die Mitglieder der CDU-Ortsunion Süd-Ost zeigen sich schockiert.

Donnerstag, 18.10.2018, 18:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.2018, 18:00 Uhr
Stefan Hoppe (Vorsitzender Förderverein Barbaraschule), Ralf Marciniak, Nicole Richter, Karsten Gräfe (Schulpflegschaftsvorsitzender Barbaraschule), Christine Dornseifer, Jochen Dornseifer, Matthias Harman, Heinz Günnewig und Sandra Gilleßen (v.l.) warnen vor Rückständen auf dem Spielplatz.
Stefan Hoppe (Vorsitzender Förderverein Barbaraschule), Ralf Marciniak, Nicole Richter, Karsten Gräfe (Schulpflegschaftsvorsitzender Barbaraschule), Christine Dornseifer, Jochen Dornseifer, Matthias Harman, Heinz Günnewig und Sandra Gilleßen (v.l.) warnen vor Rückständen auf dem Spielplatz. Foto: CDU

Elternvertreter der Barbaraschule trafen sich in diesen Tagen auf dem öffentlichen Spielplatz nahe der Grundschule mit den Kommunalpolitikern, um über die Missstände auf der Fläche zu sprechen. Diese waren im Vorfeld von mehreren Nutzern kritisch angesprochen worden.

Die Elternvertreter berichteten von einer starken Verschmutzung, die viele Kinder davon abhalte, hier ausgelassen zu toben. Die Spuren sind vor allem nach den Wochenenden deutlich zu erkennen: leere Flaschen, Dosen und jede Menge Zigarettenkippen. Unweit des Drecks, der sich im Sand türmt, in dem kleine Kinder eigentlich friedlich spielen sollen, befindet sich ein Mülleimer. Doch der war für die Verantwortlichen wohl zu weit weg – auch wenn direkt daneben Unrat liegt.

Weiterhin wurden zahlreiche Tütchen mit fragwürdigem Inhalt gefunden. „Eltern wollen sich vermutlich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn ihre nichtsahnenden Kinder den Inhalt in Mund nehmen“, sagte der Schulpflegschaftsvorsitzender Karsten Gräfe. Jene seit Wochen auf dem Kinderspielplatz Am Brunnenfeld (Barbaraschule / Jugendzentrum Ost) immer wieder auftauchenden Tütchen lassen den CDU-Politikern keine Ruhe. Die Betroffenen gehen nach Lage der Dinge davon aus, dass verbotene, aufputschende Substanzen und Ähnliches auf der Fläche am Wetterweg konsumiert werden. „Dass Spielplätze von Jugendlichen oder Erwachsenen verschmutzt werden, ist leider keine Seltenheit. Immer wieder hört man von besorgten Eltern, dass sie Scherben, Hundekot, Dreck oder leere Flaschen im Sand gefunden haben“, berichtet Matthias Harman, Vorsitzender der Ortsunion. „Aber die leeren Tütchen bringen das Fass zum überlaufen.“ Der Christdemokrat ist selbst Vater von zwei Kindern und formulierte daher den bekannten Ausspruch in die Runde: „Wehret den Anfängen!“

Eigentlich sind die Rahmenbedingungen für die Kinder ideal, meinten die Teilnehmer des Ortstermins, denn der Nachwuchs kann während der Schulpausen den öffentlichen Spielplatz mitnutzen. Da der Platz aber gerade nachmittags und am Abend nicht mehr von Kindern, sondern vornehmlich von männlichen Jugendlichen oder jungen Erwachsen belegt wird, trauen sich diejenigen, für die der Platz gemacht ist, häufig nicht mehr darauf oder haben morgens mit den Folgen der Gelage zu kämpfen, erfuhren die CDU-ler.

Aufgrund dieser Situation sind die Elternvertreter der Barbaraschule sehr besorgt, was Gesundheit und Sicherheit ihrer Kinder betrifft. Sollte es keine Lösung geben, wird schon überlegt, das Schultor zum Kinderspielplatz zu schließen, was für die Kinder sehr schade wäre, da sie den Spielplatz dann gar nicht mehr nutzen könnten.

Aus Sicht der CDU müsse es hier eine schnelle Lösung geben: „Spielplätze sind für Kinder da und sollten von diesen auch bespielt werden können“, zog Harman ein Fazit des Ortstermins. „Erste Lösungsansätze wurden vor Ort besprochen. Gemeinsam mit der Verwaltung sollen diesbezügliche Konzepte besprochen werden.“ So könne man sich vorstellen, dass der Spielplatz eingezäunt wird. Er müsste dann jedoch morgens aufgeschlossen und abends abgeschlossen werden.

Weiter solle der städtische Ordnungsdienst hier auch die Satzung der Stadt Ahlen durchsetzen, in der geregelt ist, dass sich auf Kinderspielplätzen nur junge Menschen im Alter bis zu zwölf Jahren aufhalten dürfen. Der Konsum von Alkohol, das Rauchen und der Verzehr von anderen gesundheitsgefährdenden Stoffen sind ohnehin verboten. Auch sollte überprüft werden, wie man den Spielplatz einsehbarer machen kann, forderten die Betroffenen. Derzeit ist der Spielplatz durch hohe Hecken nicht sehr gut einsehbar. „Man kann die gefundenen Utensilien nicht wegdiskutieren, deshalb wäre es sträflich, die Situation auf dem Spielplatz zu bagatellisieren“, warnte Harman.

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