Verkehrsausschuss berät heute
Gelbe Tonne statt Gelbem Sack?

Gronau -

Bisher wurde die Einführung der Gelben Tonne in Gronau von den Verantwortlichen der Dualen Systeme abgelehnt. Doch zum 1. Januar ändern sich die „Spielregeln“. Mit der Folge, dass die Stadt jetzt Verhandlungen aufnehmen soll, eine Gelbe Tonne einzuführen.

Dienstag, 25.09.2018, 10:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 25.09.2018, 09:12 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 25.09.2018, 10:00 Uhr
In zahlreichen Kommunen gibt es die Gelbe Tonne bereits. Auch in den anderen Städten und Gemeinden im Kreis könnte sie eingeführt werden. Doch das wird nicht vor dem Jahr 2020 geschehen.
In zahlreichen Kommunen gibt es die Gelbe Tonne bereits. Auch in den anderen Städten und Gemeinden im Kreis könnte sie eingeführt werden. Doch das wird nicht vor dem Jahr 2020 geschehen. Foto: Michael Baar

Bisher wurde die Einführung der Gelben Tonne in Gronau von den Verantwortlichen der Dualen Systeme abgelehnt. Doch zum 1. Januar ändern sich die „Spielregeln“. Mit der Folge, dass die Stadt jetzt Verhandlungen aufnehmen soll, eine Gelbe Tonne einzuführen. Das jedenfalls empfiehlt die Verwaltung den Mitglieder des Umweltausschusses, die über das Thema am heutigen Dienstag beraten.

Hintergrund der Überlegungen ist die Tatsache, dass 2019 das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die hochwertige Verwertung von Verpackungen in Kraft tritt. Es löst die aktuell gültige Verpackungsverordnung ab. Dieses Gesetz eröffnet den Kommunen die Möglichkeit, einseitig sogenannte Rahmenvorgaben zum Sammelsystem festzulegen und die Gelbe Tonne einzuführen. Neun weitere Kommunen im Kreis, die bisher ebenfalls mit dem Gelben Sack arbeiten, wollen diesen Schritt tun. Zu vollziehen wäre er aber erst Anfang 2020, da es für die Umsetzung eine zwölfmonatige Ankündigungsfrist gibt. Gegen die Vorgabe kann jeder einzelne Systembetreiber Widerspruch und Klage einlegen, was das Inkrafttreten einer neuen Regelung auf Jahre blockieren könnte. „Daher sollte auf eine Verhandlungslösung gesetzt werden“, so die Verwaltung. Für die Verhandlungen soll die Kreisverwaltung als Verhandlungsführer fungieren, um ein kreisweit einheitliches System zu erreichen.

Beide Systeme – Gelbe Tonne und Gelber Sack – haben nach Angaben der Verwaltung Vor- und Nachteile: „Die Tonne ist einfacher zu befüllen und hygienischer, es kommt zu weniger Verschmutzungen der Straßen. Die Gelben Säcke reißen dagegen häufig und sind windanfällig. Die Tonne ist gegenüber dem Gelben Sack aber schwerer zu kontrollieren. Die Gefahr einer höheren Sammelmenge durch Fehleinwürfe steigt. Außerdem ist das Fassungsvolumen der Tonne begrenzt. Die Anzahl der benutzten gelben Säcke ist nicht limitiert. Für die Gelbe Tonne muss ein zusätzlicher Standort auf den Grundstücken gefunden werden. Aber auch die Gelben Säcke müssen bis zur Abholung zwischengelagert werden.“

Der Fachausschuss soll jetzt grundsätzlich grünes Licht für die Verhandlungen geben.

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