Grab für Warendorfs Ehrenbürger auf dem städtischen Friedhof
Hier findet Hans Günter Winkler seine letzte Ruhe

Warendorf -

Die neue Grabstätte der Familie Winkler auf dem städtischen Friedhof schmücken eine Granitstele mit Pferdekopf aus Bronze (Wunderstute Halla) sowie drei 60 mal 80 Zentimeter große und je 90 Kilo schwere Labrador-Granitplatten mit Keramikbildern der verstorbenen Hans Günter Winkler, seiner Ehefrau Debby sowie seiner Eltern Emmi und Paul Winkler.

Donnerstag, 13.09.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 13.09.2018, 06:00 Uhr
Steinmetzmeisterin Christiane Asbeck und Steinmetz Christoph Keiper setzen die 90 Kilo schwere Granitplatte mit dem Keramikbild von Hans Günter Winkler ab. Die Ausrichtung der Grabplatten beobachten der Kuratoriumsvorsitzende der HGW-Stifung, Reinhard Wendt (links), sowie der Betriebsleiter des „Birkenhofs“, Michael Baumert (rechts).
Steinmetzmeisterin Christiane Asbeck und Steinmetz Christoph Keiper setzen die 90 Kilo schwere Granitplatte mit dem Keramikbild von Hans Günter Winkler ab. Die Ausrichtung der Grabplatten beobachten der Kuratoriumsvorsitzende der HGW-Stifung, Reinhard Wendt (l.), sowie der Betriebsleiter des „Birkenhofs“, Michael Baumert (r.). Foto: Joachim Edler

Warendorfs Ehrenbürger Hans Günter Winkler hat seine letzte Ruhestätte gefunden – ein mit Lebensbäumen eingefriedetes Eckgrab auf dem städtischen Friedhof an der Breiten Straße in der Wegeachse zur Friedhofskapelle.

Alternative Überlegungen, die Urne auf dem „Birkenhof“ an der Dr.-Rau-Allee, Winklers Anwesen, beizusetzen, waren direkt nach der Trauerfeier am 24. Juli wieder verworfen worden. Die Reitsportlegende Hans Günter Winkler, kurz HGW, war am 9. Juli im Alter von 91 Jahren gestorben. Die Auflagen für eine Urnenbeisetzung auf dem eigenen Grund und Boden, so Reinhard Wendt vom HGW-Stiftungskuratorium, seien unüberwindlich gewesen.

Für die Urnenbeisetzung seiner Frau Debby auf dem „Birkenhof“, die 2011 bei einem tragischen Reitunfall ums Leben kam, habe Winkler eine Sondergenehmigung erwirkt. Die Auflagen dafür, so Wendt seien jedoch nie erfüllt worden. Nur ein Kriterium dieser Auflagen: Es hätte ein öffentlicher Zugang zum Grab sichergestellt sein müssen. Wendt bestätigte, dass Winkler zu Lebzeiten ein Urnengrab neben seiner Frau Debby auf dem „Birkenhof“ gern gesehen hätte.

Hans Günter Winkler: Einer der populärsten Sportler der 50er und 60er Jahre

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  • Springreiter-Legende Hans Günter Winkler ist nach Angaben der Deutschen Reiterlichen Vereinigung vom Montag im Alter von 91 Jahren gestorben. Foto: Z1004 Peer Grimm
  • Mit fünf Goldmedaillen ist Winkler der erfolgreichste Reiter der Olympia-Geschichte. Winkler gewann in seiner Karriere außerdem eine Silber- und eine Bronzemedaille.

    Foto: dpa
  • Springreiter Winkler lenkte seine Stute Halla trotz starker Schmerzen fehlerfrei durch den zweiten Umlauf im olympischen Nationenpreis von Stockholm und sicherte sich die Einzel- und der deutschen Equipe die Mannschafts-Goldmedaille. Seit dem Gold-Ritt ranken sich zuweilen märchenhafte Erzählungen um die große Sternstunde des deutschen Reitsports im Sommer 1956.

    Foto: A9999 DB
  • Berühmt wurde der Reiter vor allem durch seine Ritte mit der Stute Halla bei den Olympischen Spielen 1956. Hier steht Hans-Günter Winkler vor dem Standbild aus Bronze der Wunderstute "Halla", aufgenommen anlässlich der feierlichen Enthüllung vor dem Deutschen Olympiade-Komitee für die Reiterei.

    Foto: Roland Scheidemann
  • Winkler verletzte sich in der ersten Runde der Einzel- und Mannschafts-Entscheidung so schwer, dass er beim Reiten starke Schmerzen hatte. Foto: Dominique Leppin
  • Angeführt vom erfolgreichen Reiter Hans-Günter Winkler, der die Fahne trägt, marschiert die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland am 17.07.1976 bei der Eröffnungsfeier für die Olympischen Spiele in das Olympiastadion von Montreal ein.

    Foto: dpa
  • Obwohl er Halla beim zweiten Durchgang kaum helfen konnte, trug ihn die Stute ohne Fehler zum Doppel-Gold. Foto: Friso Gentsch
  • Ludger Beerbaum, Hans Günter Winkler und Ulrich Kirchhoff (v.l.) stellen sich am 04.08.1996 in Atlanta nach der olympischen Entscheidung im Springreiten-Einzel, das Kirchhoff mit seinem Pferd Jus de Pommes für sich entscheidet, zum Gruppenfoto.

    Foto: dpa
  • Der Reiter, der oft mit seinem Spitznamen „HGW“ gerufen wurde, gewann zweimal den Einzel-Titel bei Weltmeisterschaften. Foto: Marion Bulla
  • Handball-Weltmeister-Coach Heiner Brand (r.) hält die "Goldenen Sportpyramide 2007" mit den Gewinnern der vergangenen Jahre, Franz Beckenbauer, Roland Matthes, Ingrid Mickler-Becker, Uwe Seeler, Hans Günter Winkler, Rosi Mittermaier-Neureuther und Manfred Germar (v.r.) am 25.05.2007 in Berlin.

    Foto: dpa
  • Winkler startete in mehr als 100 Nationenpreisen für die deutsche Mannschaft. Seine Karriere beendete Winkler 1986 in Aachen, wo er dreimal beim CHIO den Großen Preis gewann. Foto: Uwe Anspach
  • Er erhielt später zahlreiche Auszeichnungen, darunter das große Bundesverdienstkreuz. Winkler war viermal verheiratet. Foto: Lowinski
  • Hans-Günter Winkler bei seiner Verabschiedung bei den Löwen Classics 2014 am 09.03.2014 in der Volkswagenhalle in Braunschweig. Foto: Dominique Leppin
  • Winkler wurde 1926 in Barmen (bei Wuppertal) geboren. Foto: Friso Gentsch
  • Winkler trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Warendorf ein. Foto: Wiening
  • Der ehemalige Springreiter Hans Günter Winkler posiert am 16.03.2016 im Trophäenraum in seinem Haus in Warendorf vor seinen Pokalen. 

    Foto: dpa
  • Der frühere deutsche Springreiter Hans Günter Winkler im westfälischen Warendorf vor dem Stall seines Hengstes Cellini. Foto: Bernd Thissen
  • Springreiter-Legende Hans-Günter Winkler ist beim CHIO, dem Großen Preis von Aachen, zu Gast.

    Foto: Friso Gentsch

Es wird jetzt eine Umbettung der Urne von Debby Winkler vom „Birkenhof“ zum städtischen Friedhof an der Breiten Straße geben. Die neue Grabstätte der Familie Winkler schmücken eine Granitstele mit Pferdekopf aus Bronze (Wunderstute Halla) sowie drei 60 mal 80 Zentimeter große und je 90 Kilo schwere Labrador-Granitplatten mit Keramikbildern der verstorbenen Hans Günter Winkler, seiner Ehefrau Debby sowie seiner Eltern Emmi und Paul Winkler.

Am Mittwoch war Steinmetzmeisterin Christiane Asbeck (Grab-Design Düllberg aus Holzwickede) vor Ort, um Stele und alle drei Grabplatten vom „Birkenhof“, wo sie bislang lagen, zum Friedhof zu transportieren und auf dem Grab fest zu verankern. Die Ausrichtung der Grabplatten beobachten der Kuratoriumsvorsitzende der HGW-Stifung, Reinhard Wendt, sowie der Betriebsleiter des „Birkenhofs“, Michael Baumert. Beide befanden die Grabstätte für gut: „Jetzt ist der Ehrenbürger von Warendorf auch in Warendorf. Bürger dieser Stadt können jetzt jederzeit das Grab besuchen.“

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