Feuerwehreinsatz bei kunststoffverarbeitendem Betrieb
Brand bei der Firma Quadrant

Lotte -

Bei einem Brand am Mittwochvormittag im kunststoffverarbeitenden Betrieb Quadrant in Alt-Lotte waren 40 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Die Polizei vermutet, dass ein Kurzschluss den Brand auslöste. Die genaue Schadenshöhe ist noch unbekannt.

Mittwoch, 13.06.2018, 17:37 Uhr

Verbrennende Kunststoffe schwärzen den Himmel. Der Wind treibt die Qualmwolken in östliche Richtung nach Atter.
Verbrennende Kunststoffe schwärzen den Himmel. Der Wind treibt die Qualmwolken in östliche Richtung nach Atter. Foto: Ursula Holtgrewe

Dunkle Qualmwolken stiegen über dem Hallendach auf und zogen in östliche Richtung auf Atter zu. Sie lösten sich rasch auf und waren daher keine Gefahr für die Bevölkerung.

Atemschutztrupps der Löschzüge Alt-Lotte und Wersen bekämpften mit allen verfügbaren Kräften die Flammen in der Halle. Das Feuer war in einer Maschine ausgebrochen und breitete sich auch an einer Lüftung aus. Unterstützend rückten Nachbarwehren nach Alt-Lotte aus: die Brandschutzgruppe der Berufsfeuerwehr Osnabrück und die Lengericher Feuerwehr mit ihrem Gelenkmasten. Der wurde ausgefahren, so dass die Einsatzkräfte vom Rettungskorb aus, das Dach löschen konnten.

Nach rund einer Stunde hatten die Helfer das Feuer unter Kontrolle. Quadrant-Betriebsleiter Hartmut Kalde war der Stress im Gesicht abzulesen. „Verletzt wurde niemand“, resümierte er erleichtert.

Stark eingeschränkte Sicht

Dort und im Bürotrakt war die mit zwei getrennten Kreisläufen installierte Stromversorgung gekappt worden, als der Brand begonnen hatte. Nun gab Lottes Wehrleiter Marcus Prinz grünes Licht dafür, dass die Büros wieder mit Strom versorgt werden konnten.

Großbrand bei Quadrant in Lotte

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  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Heinrich Weßling
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  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Ursula Holtgrewe
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Ursula Holtgrewe
  • Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren bei dem Großbrand am Hansaring in Lotte im Einsatz. Foto: Ursula Holtgrewe

Ihm oblag auch die Einsatzleitung. „Wir haben mit allen verfügbaren Atemschutztrupps den Brand in der Halle und gleichzeitig vom Gelenkmast aus das Dach von oben gelöscht. Es war auf drei bis vier Quadratmeter durchgebrannt“, beschrieb er das Einsatzszenario. Hilfreich sei für die Orientierung bei stark eingeschränkter Sicht die gute Ortskenntnis eines Quadrant-Mitarbeiters gewesen, der gleichzeitig Alt-Lotter Feuerwehrmann sei, erklärte Prinz.

„Zurzeit haben wir noch einige Glutnester in der Maschine und werden die Maschine aufsägen, um dranzukommen. Eine Stunde lang sind wir deshalb mindestens noch vor Ort“, berichtet er mittags. Da hatten die Lengericher Helfer Nachlöscharbeiten von oben gerade abgeschlossen.

"Tolle Zusammenarbeit mit den Kollegen"

Auch die Polizei hatte ihre Befragung bereits beendet. „Der Brand brach im laufenden Betrieb aus an einer Filteranlage, wie ein Mitarbeiter berichtete. Daher gehen wir derzeit von einem technischen Defekt aus. Ob Fremdverschulden vorliegt, ermittelt routinemäßig der Brandschutzsachverständige der Kriminalpolizei“, erklärte der Steinfurter Polizeipressesprecher Johannes Tiltmann.

„Es hat glücklicherweise zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung bestanden“, betonte Tiltmann. Am Einsatzort waren auch der Steinfurter Brandschutzingenieur Sören Busse und Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier. „Die Leitstelle in Rheine hat mich informiert, dass auch Nachbarwehren hinzualarmiert wurden. Das war gegen 11.15 Uhr. Ich bin in der Regel bei solchen großen Einsätzen vor Ort, allein schon deshalb, um gegebenenfalls zu unterstützen und beispielsweise Hilfsmittel aus dem Kreis zu ordern“, erklärte Meier.

„Eine gute Wehr zeichnet sich beim Einsatz durch Effektivität vom ersten Augenblick an aus. Das hat hier funktioniert, auch durch die tolle Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Lengerich und Osnabrück“, anerkannte der Steinfurter Kreisbrandmeister.

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