Auftakt der NRW-Ostermärsche in Gronau
„Es darf kein ,weiter so‘ geben“

Gronau -

Rund 250 Menschen haben am Karfreitag zum Auftakt der nordrhein-westfälischen Ostermärsche in Gronau für die weltweite Ächtung von Atomwaffen und für ein Ende der Urananreicherung vor Ort demonstriert.

Freitag, 30.03.2018, 19:15 Uhr aktualisiert: 02.04.2018, 14:55 Uhr
Rund 250 Kernkraftgegner protestierten am Karfreitag zum Auftakt der nordrhein-westfälischen Ostermärsche in Gronau für die weltweite Ächtung von Atomwaffen und die Schließung von atomtechnischen Anlagen in der Region.
Rund 250 Kernkraftgegner protestierten am Karfreitag zum Auftakt der nordrhein-westfälischen Ostermärsche in Gronau für die weltweite Ächtung von Atomwaffen und die Schließung von atomtechnischen Anlagen in der Region. Foto: Klaus Wiedau

Das Bild mutet makaber an: In gelben Schutzanzügen und mit Atemschutzmasken ausgerüstet, eskortieren vier Personen eine Atomwaffenattrappe. Dicht bei ihnen: Der Tod, symbolisiert durch eine schwarze Gestalt, die neben der Sense auch ein Bild von US-Präsident Trump bei sich trägt. Rund 250 Menschen haben am Karfreitag zum Auftakt der nordrhein-westfälischen Ostermärsche in Gronau für die weltweite Ächtung von Atomwaffen und für ein Ende der Urananreicherung vor Ort demonstriert.

Mehr als 30 Initiativen hatten zu diesem Ostermarsch aufgerufen, der mit einer Kundgebung am Bahnhof begann und nach einem Protestzug durch die Stadt vor den Toren der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage (UAA) endete.

Nina Hagen, die wohl prominenteste Unterstützerin der Ostermärsche, war zwar nicht persönlich anwesend, rief aber in einem Grußwort gemeinsam mit Pastor Karl-Wilhelm ter Horst (Schüttorf) zur Schließung der Gronauer Anlage, der Brennelementefertigung in Lingen und des Bombenabwurfplatzes Nordhorn Range auf. Beide sehen die Gefahr, dass in Deutschland angereichertes Uran in US-Reaktoren zum Einsatz kommt, in denen – zumindest bei bestimmten Typen – Tritium als Spaltprodukt abfällt, das für die Herstellung von Atombomben verwendet werden kann. „Das darf nicht sein“, unterstrich auch Peter Bastian (Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen) vor diesem Hintergrund die Forderung nach einem Ende für die UAA Gronau und die Brennelementefabrik Lingen.

Auftakt der NRW-Ostermärsche in Gronau

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  • Rund 250 Menschen haben am Karfreitag zum Auftakt der nordrhein-westfälischen Ostermärsche in Gronau für die weltweite Ächtung von Atomwaffen, aber auch für ein Ende der Urananreicherung vor Ort demonstriert. Foto: Klaus Wiedau
  • Rund 250 Menschen haben am Karfreitag zum Auftakt der nordrhein-westfälischen Ostermärsche in Gronau für die weltweite Ächtung von Atomwaffen, aber auch für ein Ende der Urananreicherung vor Ort demonstriert. Foto: Klaus Wiedau
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„Es darf kein ,weiter so‘ geben“, appellierte Gertrud Roth (KFD Ahaus) für die Schließung der Urananreicherungsanlage. „Es ist kein Ausstieg, solange von hier weltweit immer weiter Atomkraftwerke beliefert werden.“ Roth sprach sich auch gegen die geplanten Transporte der Castoren aus Jülich und der hochradioaktiven Brennelemente aus dem bayrischen Forschungsreaktor Garching nach Ahaus aus. „Wir Menschen sind die einzige Spezies, die den eigenen Lebensraum zerstören kann – und das auch ziemlich erfolgreich tut.“

Auch Dr. Angelika Claussen, Europavorsitzende des IPPNW (Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) forderte die Stilllegung der UAA. Dem atomaren Wettrüsten der Supermächte Amerika und Russland erteilte Claussen eine Absage: „Das militärstrategische Gerede von der nuklearen Abschreckung ist Müll“. Ihre Forderung für erste wegweisende Schritte: Die Bundesregierung müsse auf einen Abzug der US-Atomwaffen vom einzigen deutschen Standort Büchel drängen und den Atomwaffenverbotsvertrag unterschreiben.

Solidarisch erklärte sich Marc Alexander („11.-März-Bewegung“) aus Belgien mit der Forderung nach Schließung der UAA und der Lingener Brennelementefabrik. Denn: Das Material gehe auch an die maroden belgischen Reaktoren in Tihange und Doel.

Hartmut Liebermann („Kein Atommüll in Ahaus“) äußerte massive Kritik an den Plänen, hoch angereichertes und hochverdichtetes Material (87 Prozent Uran 235) aus dem bayrischen Forschungsreaktor Garching nach Ahaus zu bringen. „Der Inhalt eines Brennelements aus diesem Reaktor reicht für die Herstellung einer Atombombe vom Hiroshima-Typ“, so Liebermann. „Wir werden uns dagegen zur Wehr setzen“, kündigte er an. Auch der Ahauser Rat habe inzwischen entschieden, juristisch dagegen vorzugehen.

Jan Schaake („Enschede voor Vrede“) wies auf eine aktuelle Kampagne des niederländischen Teils des Urenco-Konzern hin. Dort werde gegenwärtig mit der Ausweitung der Produktion von medizinischen Isotopen geworben, die jedes Jahr 200 000 Menschen in Krankenhäusern helfen könnten. Diese Isotopen seien auch anders herzustellen, so Schaakes Kritik. Seine Organisation lehne eine Trennung von guter und schlechter Atomenergie ab. Schaake: „Atomkraft macht nicht gesund, sondern krank.“

Der neue Slogan „Es ist zwei Minuten vor Zwölf“ mute für sie seltsam an, betonte Anne (ContrAtom): „Seitdem ich auf der Welt bin, habe ich das Gefühl, es ist schon nach Zwölf“, so die junge Frau. Sie plädierte für die Abschaffung von Energie aus Kohle und Atomkraft. Denn beide Energiearten seien „teuer, rückschrittlich und giftig“.

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