Bahnanbindung für Münster
Mit RRX-Linie 7 über Dülmen 17 Minuten schneller in Düsseldorf

Münster/Düsseldorf -

Die Anbindung der Stadt Münster an den Rhein-Ruhr-Express (RRX) wird zunächst doch über die Haard-Achse - und nicht über die ursprünglich favorisierte Verbindung Münster - Lünen stattfinden. 

Mittwoch, 21.02.2018, 06:33 Uhr aktualisiert: 21.02.2018, 07:38 Uhr
Der Regionalexpress (RE) 2 hält noch in Appelhülsen. Der RRX wird durchfahren.
Der Regionalexpress (RE) 2 hält noch in Appelhülsen. Der RRX wird durchfahren. Foto: Ludger Warnke

Das jedenfalls geht aus einer Aufstellung des NRW-Verkehrsministeriums hervor, in dem jene Strecken definiert sind, die 2019 „in besonderem Landesinteresse“ stehen. Die jetzige RE 2 wird künftig als RRX-Linie 7 Düsseldorf mit Münster verknüpfen – und 17 Minuten schneller zwischen beiden Endpunkten sein, weil die Haltestellen Albachten, Bösensell, Nottuln-Appelhülsen, Dülmen-Buldern, Sythen und Recklinghausen-Süd wegfallen. Der einzige Zwischenhalt im Münsterland ist dann Dülmen.

Reisende mit diesen Zielen blicken nicht in die Röhre. Auf der Strecke fährt auch noch die alte RB 42, die auch künftig diese Haltepunkte ansteuern wird, teilte das Düsseldorfer Verkehrsministerium am Dienstag auf Nachfrage mit. Perspektivisch soll die RRX-Linie 7 bis Osnabrück durchgezogen werden.

Höhere Schienennetz-Elektrifizierungsquote 

Das „Schienennetz in besonderem Landesinteresse“ umfasst insgesamt 29 Strecken, acht davon betreffen das Münsterland. Dazu gehört auch der RE 7 (Krefeld - Rheine) der RE 15 (Münster - Emden), die RB 50 (Münster - Lünen), der RE 60 (Rheine - Braunschweig), die RB 61 (Hengelo - Bielefeld über Rheine) und die RB 64 (Münster - Enschede). Letztere ist eine Dieselstrecke, die die Münsterland-Fraktion im Zweckverband NWL elektrifizieren möchte. Die Kosten belaufen sich auf fast 80 Millionen Euro.

Verkehrsminister Hendrik Wüst unterstützt generell den Wunsch nach mehr Oberleitungen. Gemeinsam mit sechs Ministerkollegen fordert er hier „ein größeres Engagement vom Bund“. Mithilfe eines Sonderprogramms solle die Elektrifizierungsquote des Schienennetzes bundesweit von derzeit 60 auf mindestens 70 Prozent gesteigert werden.

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