Bei der Pushcon dreht sich alles um die Zukunft
Mit dem E-Mobil in die Zukunft

Ahaus -

Im Atrium des Tobit-Campus’ steht das gelbe Postauto. Die Besucher öffnen die Klappen, klopfen gegen die Karosserie. Alles nur Kunststoff. Leicht und kostengünstig zu reparieren – so hat es Dr. Jörg Salomon gerade noch in seinem Vortrag verraten. Hier steht kein Auto, hier steht ein Werkzeug.

Freitag, 27.10.2017, 06:00 Uhr

Wie die Deutsche Post zur Elektromobilität kam und welche Chancen sie für die Zukunft darin sieht, erläuterte Jorg Salomon im Atrium des Tobit-Campus‘.
Wie die Deutsche Post zur Elektromobilität kam und welche Chancen sie für die Zukunft darin sieht, erläuterte Jorg Salomon im Atrium des Tobit-Campus‘. Foto: Ronny von Wangenheim

Salomon ist bei der Deutschen Post als Vice President Street Scooter zuständig für die wachsende Flotte der Elektroautos, mit denen die Zusteller ihre Pakete lautlos und kostensparend durch die Städte fahren. 4500 Fahrzeuge sind bereits im Einsatz, bis Ende dieses Jahres sollen noch 500 dazu kommen. Eine Million Kilometer, so erzählt er, haben sie schon zurückgelegt.

Was viele nicht wissen in den gut gefüllten Reihen: Die Post vermarktet ihr Fahrzeug. Stadtwerke, Fuhrpark, ein Bäckereikette – sie alle fahren schon mit Autos, die dann nicht mehr gelb, sondern weiß oder grün sind. Wer an Elektroautos denkt, muss auch an intelligentes Lademanagement denken. Auch davon erzählt Salomon höchst interessant. Autos, die dem Zusteller automatisch folgen, fliegende Zustellung per Paketkopter: Die Zukunftsmusik ist hier ganz leise.

Alfred Wettklo ist aus Borken gekommen. Er hat schon vor Jahren mit seinem Sohn bei Tobit Flugsimulatoren ausprobiert. Er war lange nicht hier, will einfach mal sehen, was jetzt so angesagt ist auf dem Campus. Jörg Salomon wird er gleich auch noch ansprechen. Warum denn kein namhafter Autohersteller Elektro-Nutzfahrzeuge bauen wollte, das interessiert ihn. „Ich will ihn fragen, wie es wirklich war“, erzählt er, während auch er sich das Fahrzeug genau ansieht. Andere Besucher tauschen mit Salomon Visitenkarten aus. Welche Möglichkeiten Messtechnik bietet, will einer diskutieren. Schnell geht es um technische Fragen.

Netzwerken, neue Kontakte knüpfen, das ist für viele der Motor, zur Pushcon zu kommen. Unternehmer zählen genauso dazu wie Einzelhändler, Vertreter von Sparkassen und Banken, Gewerbevereinen oder Wirtschaftsförderer. Einige Vorträge sind sehr speziell, andere sprechen viele an. Beispiel Kundendatenanalyse: Was gestern noch Thema nur für große Unternehmen war, könnte in Zukunft auch für kleinere Betriebe sinnvoll und auch finanzierbar sein.

Und natürlich sind viele Tobit-Partner gekommen wie Michael Regensburger, der aus der Schweiz angereist ist. „Ein Pflichtprogramm“, bestätigt er lächelnd. Währenddessen strömen am Nachmittag alle ins Atrium. Einziger Programmpunkt ist jetzt der Auftritt von Tobias Groten. Der Moderator stimmt die Zuschauer ein, animiert sie zum Klatschen und Pfeifen. Beste Voraussetzung also für den Hausherrn, der einen Bogen von Vergangenheit zur Zukunft spannt. Sein Thema: „Leben und sterben lassen“.

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