Zum Tod von Fats Domino
„Let the good times roll, Fats“

Gronau -

Fats Domino ist tot: Der große Blues-Musiker starb in der Nacht zum Dienstag im Alter von 89 Jahren in New Orleans, nachdem er seit einigen Jahren an Demenz erkrankt war. Elmar Hoff, Freund und seit Jahrzehnten Verehrer von Fats, erinnert sich an dessen Konzerte in Gronau

Mittwoch, 25.10.2017, 18:58 Uhr

Freunde: Fats Domino und Elmar Hoff. Das Bild entstand bei einem der Aufenthalte von Fats Domino Anfang der 1990er-Jahre in Gronau.
Freunde: Fats Domino und Elmar Hoff. Das Bild entstand bei einem der Aufenthalt von Fats Domino Anfang der 1990er-Jahre in Gronau. Foto: Sammlung Elmar Hoff

Fats Domino ist tot: Der große Blues-Musiker starb in der Nacht zum Dienstag im Alter von 89 Jahren in New Orleans, nachdem er seit einigen Jahren an Demenz erkrankt war.

Antoine Domino, wie der aus New Orleans stammende Musiker mit bürgerlichem Namen hieß, war für sein wildes bis übermütiges Klavierspiel bekannt. Gekoppelt mit einer strahlenden Stimme nahm er vor allem in den 1950er-Jahren zahlreiche Hit-Singles auf, die Blues- und Rock‘n‘Roll-Fans weltweit erreichten. Domino wurde in den USA in die Hall of Fame beider Musikgenres aufgenommen.

Erinnerungen an Blueslegende Fats Domino

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  • Der legendäre Rock‘n‘Roll- und Bluessänger Fats Domino, der mit Hits wie „Blueberry Hill“, „Ain‘t That a Shame“ und „I‘m Walkin‘“ Millionen Fans erreichte, ist tot.

    Foto: Uncredited
  • Der Musiker sei in der Nacht zum Dienstag eines natürlichen Todes gestorben, bestätigte der Gerichtsmediziner im Bezirk Jefferson Parish im US-Bundesstaat Louisiana am Mittwoch.

    Foto: Matthias Ernert
  • Domino wurde 89 Jahre alt.

    Foto: Peter Kneffel
  • Antoine Domino, wie der aus New Orleans stammende Musiker mit bürgerlichem Namen hieß, war für sein wildes bis übermütiges Klavierspiel bekannt.

    Foto: epa David Rae Morris
  • Gekoppelt mit einer strahlenden Stimme nahm er vor allem in den 1950er Jahren zahlreiche Hit-Singles auf, die Blues- und Rock‘n‘Roll-Fans weltweit erreichten.

    Foto: Peter Kneffel
  • 1986: Domino wurde in den USA in die Hall of Fame beider Musikgenres aufgenommen. Hier mit den Musikern Jerry Lee Lewis (l.) und James Brown (r.) am Waldorf-Astoria-Hotel in New York.

    Foto: G. Paul Burnett
  • Als Hurrikan „Katrina“ im August 2005 über New Orleans wütete, verlor Domino seine Klaviere, Gold- und Platinalben sowie zahlreiche Erinnerungsstücke seiner Karriere. Der Musiker musste mit einem Boot aus seinem überfluteten Haus im Stadtteil Lower Ninth Ward gerettet werden und lebte zeitweise in einer Vorstadt von New Orleans, ließ sein Haus aber renovieren und zog dort bald wieder ein.

    Foto: epa Steve Pope
  • Unvergessen bleiben seine beiden Konzert in der Aula des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in Gronau 1989 und 1993 (wo dieses Bild Backstage mit seinem Gronauer Freund Elmar Hoff entstand). Übertroffen wurden diese Auftritte nur vom Nachkonzert in der legendären Jazzfabrik zum zweiten Gronauer Jazzfest 1991.

    Foto: Elmar Hoff

Für Fans des großen Musikers aus der Region unvergessen sind ganz sicher seine beiden Konzerte in der Aula des Werner-von-Siemens-Gymnasiums, in der Fats 1989 und 1993 zu Gast war. Übertroffen wurden diese Auftritte vom Nachtkonzert in der legendären Jazzfabrik beim dritten Gronauer Jazzfest im Jahre 1991. Elmar Hoff, Freund und seit Jahrzehnten Fan von Fats Domino, erinnert sich an die Begleitumstände dieses Konzertes: „Umkleideraum war das damalige SPD-Bürgerbüro (heute Arbeitsamt) in der Bahnhofstraße. Der Strom fiel mitten im Konzert aus, weil ein Caterer eine defekte Kaffeemaschine betrieb, die die komplette Energieversorgung vorübergehend lahmlegte.“

Ungeachtet dessen habe Fats mit seiner hervorragenden Band ein ganz besonderes Konzert gespielt, das nicht nur die Besucher in der ausverkauften Jazzfabrik verfolgen konnten, sondern auch auf der Bahnhofstraße zu vernehmen war. Elmar Hoff: „Gerd Determann machte damals wohl seinen größten Tagesumsatz. . .“

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Es ist wohl kein Zufall, dass Elmar Hoff ausgerechnet jetzt – wegen seiner von den Rotariern unterstützten – Hilfsprojekte nach New Orleans aufbricht. Wie Hoff gegenüber den WN andeutete, soll es nach seiner Rückkehr ein „Special“ zum Gedenken an den großen Blues-Musiker Fats Domino geben. Hoff: „Ich bin dankbar, dass Fats 89 Jahre alt werden durfte und eine gute Betreuung durch die Familie, insbesondere durch seine Tochter Adonica, erfahren hat. Let the good times roll, Fats! Im hillbilly-heaven mit all den anderen Heros, die bereits dort sind.“

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