Tempolimit soll Sicherheit bringen
Doppelt so viele Unfälle auf der A1 wie erwartet

Münster -

Wenn Anfang November die Arbeiter ausrücken und – wie berichtet – an der Autobahn A1 zwischen Münster und Greven Tempolimit-Schilder aufstellen, tun sie das mit statistisch hergeleiteter Begründung: Auf dem Abschnitt kommt es fast doppelt so oft zu schweren Unfällen, wie die Experten erwartet hatten. 

Montag, 23.10.2017, 16:45 Uhr

Stau nach einem Lkw-Unfall zwischen Greven und Münster: Ein Tempolimit soll mehr Sicherheit bringen.
Stau nach einem Lkw-Unfall zwischen Greven und Münster: Ein Tempolimit soll mehr Sicherheit bringen. Foto: Gunnar A. Pier

Die Unfallkommission der Bezirksregierung hat entschieden, testweise die Geschwindigkeit zu begrenzen. Grundlage für die Entscheidung ist eine Tabelle über „Richtwerte zur Identifikation und Unfallhäufungen“. Daraus haben die Experten errechnet, dass auf der A1 zwischen Münster-Nord und Greven in Fahrtrichtung Norden jährlich mit 17 Unfällen mit Personenschaden oder schwerem Sachschaden zu rechnen ist. Tatsächlich lag die Zahl bei 33 schweren Unfällen.

Deshalb kam die Unfallkommission auf den Plan, in der neben den Straßenverkehrsbehörden unter anderem auch die Polizei vertreten ist. Sie beschloss, zunächst für ein Jahr Tempo 120 zu testen. Dort, wo die Bahn zweispurig wird, darf künftig nur noch 100 Stundenkilometer schnell gefahren werden.

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Tempolimit: Um die Sicherheit auf der A1 zu erhöhen, verkündete die Bezirksregierung ein neues Tempolimit.

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Tempolimits sind übrigens nicht die einzigen Maßnahmen, zu denen die Unfallkommission greifen kann. Manchmal helfen auch Baumaßnahmen oder eine Verkehrsüberwachung.

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