Probleme auf der Münsterstraße
Verkehrsader abgeklemmt

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Im Auftrag der Gelsenwasser werden die Frischwasserleitungen auf der Münsterstraße erneuert. Der betroffene Abschnitt ist für vier Wochen vollgesperrt. Verkehrsbehinderungen und Einbußen für den Einzelhandel sind Folgeerscheinungen.

Montag, 23.10.2017, 15:56 Uhr

Umwege müssen Autofahrer seit Freitag durch die Vollsperrung der Münsterstraße in Kauf nehmen. Laut Gelsenwasser ist bis zum Jahresende mit diversen Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
Umwege müssen Autofahrer seit Freitag durch die Vollsperrung der Münsterstraße in Kauf nehmen. Laut Gelsenwasser ist bis zum Jahresende mit diversen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Foto: sff

Die Münsterstraße ist eine der innerörtlichen Hauptverkehrsadern. Doch durch die Vollsperrung zwischen Gartenstraße und Einmündung Eintrachtstraße ist sie abgeklemmt. Suchverkehr von Auswärtigen, zusätzliche Wartezeiten an den Zufahrten zur B 235 und Beeinträchtigungen des Geschäftsleben sind die Folgen. Voraussichtlich vier Wochen lang wird dieser Abschnitt gesperrt. Dann gräbt das Tiefbauunternehmen H & W im Auftrag von Gelsenwasser bis zum Rathaus und dort nach links in den Anton-Aulke-Ring (bis Dümmerbrücke. Der gesamte Abschnitt dauert voraussichtlich bis Ende Dezember.

Hart betroffen ist zurzeit der Bioladen Purpur: „Wir haben eine Menge auswärtiger Kunden aus Ascheberg, Lüdinghausen, Olfen und anderen Orten, die Probleme haben, zu uns zu finden. Seit die Sperrung am Freitag eingerichtet wurde, ist hier fast nichts mehr los“, klagt Inhaberin Ulrike Wolf. Sie fürchtet, auf ihrer Frischware sitzenzubleiben.

Belästigungen so gering wie möglich halten

„Ein Mitarbeiter von Gelsenwasser hat uns erst anderthalb Wochen vor der Sperrung informiert. Hätten wir eher davon gewusst, wären die Probleme nicht da. Wir hätten unseren Kunden rechtzeitig eine Skizze mit der Umfahrung zukommen lassen. Hätte man nicht eine Straßenspur freilassen können ?“ Ein stark rückläufiges Geschäft spürt auch Annette Laus vom Tabak- und Schreibwarenladen Balster: „Es ist sehr sehr ruhig, viel stärker als sonst in den Ferien. Es fallen rund ein Dutzend Parkplätze weg. Ich hoffe, dass die Gemeinde nicht auch noch Knöllchen verteilt, wenn jemand an der Zufahrt von der Biete mal gegen die Fahrtrichtung parkt“, sagt Laus.

Aus Sicht der Gelsenwasser ist die Vollsperrung die beste Möglichkeit, um die Belästigungen so gering wie möglich zu halten. „Die Leitungen liegen unter der Fahrbahn. Wenn wir eine Straßenseite aufnehmen, brauchen wir die andere für den Bagger. Bei einer Teilsperren, müssten der Verkehr über eine Baustellenampel geregelt werden. Die Arbeiten würden dann mindestens doppelt so lange dauern“, so Klaus Nottenkämper, Baubeauftragter der Gelsenwasser. Die Erneuerung des Netzes sei über Jahre festgelegt. „Wir legen vorsorglich neue Rohre, um größere Schäden durch alte Leitungen zu vermeiden“, führt Nottenkämper aus.

Bei einer Teilsperrung würden die Arbeiten mindestens doppelt so lange dauern.

Klaus Nottenkämper, Baubeauftragter der Gelsenwasser AG

„Wir verstehen, dass eine Sperrung gerade für den Einzelhandel ärgerlich ist“, räumt André Ziegert von der Gelsenwasser-Pressestelle ein. Ein Mitarbeiter habe die Anwohner und Einzelhändler zwischen dem 13. und 16. Oktober persönlich über die Baumaßnahme informiert und diese erläutert. „Dazu gab es ein Anwohnerschreiben“, sagt Ziegert. Außerdem seien die Geschäfte im Bereich der Sperrung über den Gehweg weiterhin zu erreichen.

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