Nach dem Brand am Sachsenhof
Wiederaufbau bis zum Sommer

Greven -

Neue Erkenntnisse über den oder die Verursacher, die vor gut einer Woche ein Gebäude des Sachsenhofes in Brand setzten, gibt es nicht – wohl aber eine deutliche Botschaft: „Geweint haben wir jetzt genug. Wir werden nicht klein beigeben, sondern das Haus wieder aufbauen“, sagt Dr. Hermann-Josef Drexler, Vorsitzender des Heimatvereins.

Mittwoch, 09.11.2016, 16:50 Uhr

Die Brandstelle darf noch immer nicht betreten werden. Die traurigen Reste der abgebrannten Scheune werden daher noch eine Weile liegen bleiben. Doch schon bald, so hofft der Heimatverein,  wird das Gebäude neu errichtet.
Die Brandstelle darf noch immer nicht betreten werden. Die traurigen Reste der abgebrannten Scheune werden daher noch eine Weile liegen bleiben. Doch schon bald, so hofft der Heimatverein,  wird das Gebäude neu errichtet. Foto: oh

Es habe inzwischen ein Gespräch mit dem Landrat gegeben, der ähnlich wie der Heimatverein denkt: der niedergebrannte Gebäudeteil müsse wieder aufgebaut werden. Der Landrat habe, so Drexler, Unterstützung in dieser Sache zugesichert. Ein ähnlich ermutigendes Signal empfing man auch von Grevens Kämmerer Wolfgang Beckermann . Ob Zuschüsse nötig werden hängt, nicht zuletzt vom Brandgutachten ab, das derzeit erstellt wird.

Immerhin: „Das Gebäude war versichert“, kann Drexler immerhin Entwarnung geben. Die finanzielle Seite des Wiederaufbaus scheint also gesichert zu sein.

Feuer im Freichlichtmuseum Sachsenhof

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Aktuell sieht es an der Brandstelle noch (fast) genau so aus wie am Tag nach dem verhängnisvollen Feuer: Wegen der laufenden Spurensicherung durften die Reste der Scheune bislang nicht weggeschafft werden. Das soll jedoch in Bälde geschehen – sobald das Gutachten vorliegt. Neue Hinweise auf den / die Täter gibt es derweil nicht.

Fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung

„Es kann sein, dass es im Zusammenhang mit einer Halloween-Party passiert ist, wo jemand etwas abgebrannt hat. Es kann auch eine Einzelperson gewesen sein. Wir wissen es nicht“, sagt Drexler, der unumwunden einräumt, dass der Schock bei allen Mitgliedern des Heimatvereins noch tief sitzt.

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Was er weiß: Es geht auf jeden Fall weiter. Der Wiederaufbau soll im Wesentlichen in die Hände von Fachfirmen gegeben werden, vor allem die Holzarbeiten und das Reetdach. Mitglieder des Heimatvereins wollen aber auch Eigenleistungen erbringen, etwa bei der Errichtung der Wände. Wenn alles planmäßig läuft, kann das neue Gebäude „in einem guten halben Jahr“, so Drexler, also mitten in der nächsten Sommersaison, wieder genutzt werden. Die Anlage ist traditionell ein beliebtes (Zwischen-)Ziel von Radfahrern, die dort eine Rast machen.

Auf dem Sachsenhof (ein Nachbau einer mitteralterlichen Siedlung) hatte am Morgen des Allerheiligentages ein Brand eine Scheune komplett zerstört. Die Feuerwehr konnte nur noch das Übergreifen der Flammen auf andere Teile des Gebäudeensembles verhindern. Die Polizei ging von Anfang an von fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung aus und schätzt, dass die Höhe des Schadens im sechsstelligen Bereich liegt.

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