CDU fordert mehr Präsenz des Ordnungsdienstes
Mobile Streifen in den Brennpunkten

Ahlen -

Mobile Streifen der Ordnungsbehörde sollen in der Ahlener Innenstadt das Sicherheitsgefühl erhöhen, fordert die CDU.

Mittwoch, 09.11.2016, 11:28 Uhr

Angstraum: der Bereich hinter dem Bürgerzentrum „Schuhfabrik“.
Angstraum: der Bereich hinter dem Bürgerzentrum „Schuhfabrik“. Foto: Ulrich Gösmann

Andere Kommunen seien besser aufgestellt, findet die CDU-Fraktion – und fordert die Ausweitung des städtischen Ordnungsdienstes. Mobile Streifen sollen insbesondere in den Abendstunden das Sicherheitsgefühl der Bürger erhöhen. So weit diskutiert während der zweitägigen Klausurtagung im Rathaus – und am Montagabend bei einem Pressegespräch vorgestellt.

Der Beschlussvorschlag ist formuliert. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, ein neues Konzept für den städtischen Ordnungsdienst zu erstellen – mit einer Ausweitung des Aufgabenspek­trums, der Servicezeiten, der Personalstärke und der Ausstattung des Ordnungsdienstes. In der Fort- und Ausbildung solle zudem eine Kooperation mit der Kreispolizei in Erwägung gezogen werden.

Die Polizei muss vielen Ruhestörungen nachkommen. Doch das ist originäre Aufgabe des Ordnungsamtes.

Peter Lehmann

Parteichef Peter Lehmann betonte beim Pressegespräch im Fraktionsbüro, dass die Zahlen der Einsatzkräfte bei den Kreispolizeibehörden landesweit in den nächsten fünf Jahren zunächst einmal heruntergingen. „Die Polizei muss vielen Ruhestörungen nachkommen. Doch das ist originäre Aufgabe des Ordnungsamtes.“ Entsprechend müsse der städtische Ordnungsdienst stärker aufgestellt werden, um das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger durch sichtbare Präsenz und unmittelbare Verfolgung der Ordnungswidrigkeiten nach Straftaten zu erhöhen. Kommunen wie Münster hätten ihre Konzepte bereits überarbeitet und ihre Zeiten auf 7 bis 22 Uhr ausgeweitet.

Die Entwicklung der vergangenen Wochen und Monate erfordere neue und zusätzliche Überlegungen, um Ahlen noch sicherer zu machen. Es könne nicht toleriert werden, dass sich in der Stadt Angsträume wie der hinter dem Bürgerzentrum entwickelt hätten.

Lehmann: „Wir haben die Lautstärken, wir haben den Müll in der Stadt.“ Dem sollten sich künftig mobile Streifen annehmen. Mit entsprechender Kleidung und Hilfsmitteln wie auch Handschellen. Am besten seien „ein paar kantige Männer“ dazu geeignet, durch deren Auftreten bereits Wirkung erzielt werde.

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