Gelände weiträumig abgesperrt
Fliegerbombe ist entschärft

Ahaus -

(Aktualisiert: 17.55 Uhr) Der Kampfmittelräumdienst hat am Montagabend um 17.28 Uhr an der Vagedesstraße eine Fliegerbombe entschärft. Die 75-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Vormittag bei Kabelarbeiten der Stadtwerke gefunden.

Montag, 07.11.2016, 12:27 Uhr aktualisiert: 08.11.2016, 17:59 Uhr
Feuerwehr und Polizei hatten den Bereich um den Fundort der Fliegerbombe weiträumig abgesperrt.
Feuerwehr und Polizei hatten den Bereich um den Fundort der Fliegerbombe weiträumig abgesperrt. Foto: Stephan Teine

Der Kampfmittelräumdienst hat am Montagabend um 17.28 Uhr an der Vagedesstraße eine Fliegerbombe entschärft. Die 75-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Vormittag bei Kabelarbeiten der Stadtwerke gefunden.

Die Feuerwehr hatte um 14 Uhr begonnen, alle Häuser im Umkreis von 150 Metern zu räumen. Insgesamt mussten rund 350 Menschen evakuiert werden. „Davon mussten 20 transportiert werden“, sagte Fabian Wellers vom Bürgermeisterbüro.

Die Fliegerbombe hatte zwei Zünder und lag zum Teil unter dem Fundament eines Gartenhauses. „Das hat die Bergung und Entschärfung kompliziert gemacht“, so Wellers.

Insgesamt 120 Kräfte von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz sowie weiteren Unterstützungseinheiten aus dem Kreis Steinfurt waren im Einsatz. Feuerwehr und Polizei sperrten das Gebiet zwischen Wessumer Straße, Wüllener Straße und Arnoldstraße weiträumig ab. Auf der Bahnhof-/König-/ Wüllener Straße standen die Autos Stoßstange an Stoßstange.

Alle Personen, die sich in einem Radius von 150 Metern rund um die Fundstelle aufhielten, mussten den Bereich verlassen. Mitarbeiter der Feuerwehr, der Polizei sowie des städtischen Ordnungsdienstes suchten dazu sämtliche Häuser auf, um die Anwohner entsprechend zu informieren und aufzufordern, die Wohnung umgehend zu verlassen.

Im Alexander-Hegius-Gymnasium wurden für die Betroffenen Aufenthaltsmöglichkeiten eingerichtet. Das DRK kümmerte sich mit Getränken um die Evakuierten.

Es war der erste Fund einer Fliegerbombe in dieser Größenordnung im Innenstadtbereich seit 1998. „Es ist alles reibungslos verlaufen“, freute sich Fabian Wellers. Gleichzeitig lobte er die Ahauser Bevölkerung für ihre Geduld.

Bewohner der betroffenen Gebäude wurden gebeten, beim Verlassen der Wohnung einen entsprechenden Hinweiszettel an der Tür zu hinterlassen, um den Einsatzkräften die Arbeit zu erleichtern.

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