Probeförderung der Hammgas war nicht wirklich ergiebig
Ascheberg gibt kaum Gas

Ascheberg -

So richtig erfolgreich war die probeweise Gasförderung in Ascheberg-Herbern vor ein paar Wochen offenbar nicht. Von ei­ner „nicht wirklich ergiebigen“ Bohrung“ spricht jedenfalls Andreas Nörthen von der Bergaufsicht bei der Bezirksregierung in Arnsberg. Auch wenn die gutachterliche und damit abschließende Bewertung noch ausstehe.

Sonntag, 06.11.2016, 01:03 Uhr

Sieben Tage lang wurde auf dem Bohrplatz in Nordick probeweise gefördert. Viel Gas kam offenbar nicht.
Sieben Tage lang wurde auf dem Bohrplatz in Nordick probeweise gefördert. Viel Gas kam offenbar nicht. Foto: Wilfried Gerharz

Die finale Bewertung will Hammgas bis Ende des Jahres erstellt haben, sagte deren Sprecher Norman Edelmann . Davon hingen alle weiteren Schritte ab. „Üppig war es aber nicht, das stimmt“, bestätigt der Sprecher.

Die weiteren Schritte: Das ist zunächst einmal die diesmal auf Hammer Stadtgebiet geplante zweite Probebohrung. Erst wenn auch sie durchgeführt und analysiert worden ist, geht es um die entscheidende Frage: Die nämlich, ob die Förderung des im zerklüfteten Gestein des Karbons gebundenen Gases wirtschaftlich ist.

100 Milliarden Kubikmeter Gas

100 Milliarden Kubikmeter sollen in den Tiefen des alten Kohlereviers schlummern. Wenn nur zehn Prozent förderbar wären, entspräche das einem Wert von etwa zwei Milliarden Euro.

Erdgas-Suche in Ascheberg

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  • Der Unternehmensverbund „Hamm-Gas“ führt eine sogenannte Aufsuchungsbohrung nach Flözgas in Nordick durch.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Fracking ist bei der erteilten Bohrerlaubnis jedoch ausgeschlossen.

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  • Die Firma „Hamm-Gas“ hatte im Mai 2015 die Zulassung für die Bohrung „Herbern 58“ in der Bauerschaft Nordick zur Suche nach Flözgas beantragt und Anfang 2016 genehmigt bekommen.

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  • Gespannt warten Ralf Presse (l.) und Andreas Tönies ab, ob die Suche nach Gas erfolgreich sein wird.

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  • Durch Auflagen wird sichergestellt, dass die Bohrungen umweltverträglich und in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben durchgeführt werden.

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  • Oberste Priorität hat bei den Arbeiten in Nordick der Gewässer- und Grundwasserschutz.

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  • Erdgas-Suche in Ascheberg Foto: Wilfried Gerharz
  • Erdgas-Suche in Ascheberg Foto: Wilfried Gerharz
  • Erdgas-Suche in Ascheberg Foto: Wilfried Gerharz
  • Erdgas-Suche in Ascheberg Foto: Wilfried Gerharz
  • Erdgas-Suche in Ascheberg Foto: Wilfried Gerharz

Was genau aber heißt nicht ergiebig? Die Behörde kann es nicht quantifizieren, Hammgas will es nicht. „Wir können nur sagen, dass das Gas nicht herausgepfiffen ist, sondern eher verhalten strömte“, sagt Nörthen .

Zweite Bohrung möglich

Ob die Hammgas GmbH den zweiten Schritt gehen wird, wollte Edelmann nicht bestätigen. „Wir haben die zweite Bohrung noch vor Augen“, sagte er. Die dafür notwendigen Un­terlagen seien jedoch noch nicht in Arnsberg eingereicht worden.

Ein solches Bohrvorhaben ist nicht von Pappe. „Es handelt sich um eine Tiefenbohrung“, sagt Andreas Nörthen. „Und die kostet schnell ein paar Millionen Euro.“

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