Bischof Dr. Felix Genn beim „Abend der Barmherzigkeit“ in Neuenkirchen
„Gott hat einen Traum mit uns“

Neuenkirchen -

„Gott hat einen Traum mit jedem von uns.“ Münsters Bischof Dr. Felix Genn ermutigte die Gläubigen am Montag, 31. Oktober, in der St.-Anna-Kirche in Neuenkirchen, sich auf diesen Traum einzulassen, sich ihm nicht in den Weg zu stellen.

Dienstag, 01.11.2016, 14:23 Uhr

Bischof Dr. Felix Genn beim „Abend der Barmherzigkeit“ in Neuenkirchen : „Gott hat einen Traum mit uns“
Münsters Bischof Dr. Felix Genn hielt beim „Abend der Barmherzigkeit“ in der St.-Anna-Pfarrkirche die Impulspredigt. Foto: Bischöfliche Pressestelle/Gudrun Niewöhner

Genn erinnerte in diesem Zusammenhang an einen Satz von Papst Franziskus : „Gott ist ein unverbesserlicher Fan der Menschen, er lässt sich nicht eingrenzen, uns zu lieben.“ Und der Bischof fügte an: „Selbst wenn wir uns nicht lieben können, Gott ist größer als unser Herz. Wir dürfen ihm vertrauen, dass er uns nicht fallen lässt.“

Bereits zum zehnten Mal hatte die St.-Anna-Pfarrei am Vorabend des Hochfestes Allerheiligen zu einem „Abend der Barmherzigkeit “ eingeladen. Erstmals hielt Bischof Genn die Impulspredigt. Viele der mehr als 300 Mitfeiernden hatten einen längeren Weg auf sich genommen, um seine Worte zu hören. Ihnen allen wünschte Genn, „die Erfahrung, dass Gott wirklich barmherzig ist“.

Diakon Guido Seidensticker , der mit einem Team den Abend des Nachdenkens und Betens vorbereitet hatte, hieß neben dem Bischof auch zwei Glaubenszeuginnen willkommen. Die beiden älteren Frauen berichteten von ihrem ganz persönlichen Weg mit Gott.

Geradezu erschüttert sei sie gewesen, beschrieb eine der Beiden ihre unerwartete Begegnung mit Gott. Das war vor vier Jahren bei einem „Abend der Barmherzigkeit“ im Sauerland . Sie habe versucht, ihm zu entkommen… „Doch dieses Erkennen, Gott ist da, hat mich gefangen, mich tief berührt.“ War es Sehnsucht? Gnade? Die Antwort darauf ließ sie offen.

In großen Schwierigkeiten hatte eine Coesfelderin vor vielen Jahren die Barmherzigkeit Gottes gespürt: „Ich war depressiv, hatte alles vor die Wand gesetzt.“ In der Beichte nahm die damals Mittdreißigerin den Wunsch wahr, „Gott in den Mitelpunkt meines Lebens zu stellen“. Der Dialog mit ihm, ihre neue Gottesbeziehung, helfe ihr heute, Probleme anzugehen, sie beiseite zu schaffen.

Nach Lobpreis und Predigt hatten die Mitfeiernden in St. Anna die Möglichkeit, sich einzubringen, Fürbitten zu formulieren, Bibelworte zu ziehen, alleine vor dem Allerheiligsten oder gemeinsam zu beten, sich segnen zu lassen… Viele empfingen am Montagabend das Sakrament der Versöhnung. „Jeder kann vor Gott bringen, was ihn bewegt“, hatte Diakon Seidensticker anfangs erklärt. Keiner musste sich verpflichtet fühlen, aktiv zu werden. Wer nicht mochte, blieb mit seinen Gedanken in der Bank sitzen und hörte den Neuen Geistlichen Liedern des Projektchores zu.

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