Verleihung des Deutschen Umweltpreises 2016
Gauck: Umweltschutz ist mühsam und unbequem

Osnabrück/Würzburg -

Für ihre Verdienste um Ressourcenschutz und nachhaltiges Wirtschaften haben zwei Unternehmer und eine Wissenschaftlerin den Deutschen Umweltpreis erhalten. 

Sonntag, 30.10.2016, 16:21 Uhr

Verleihung des Deutschen Umweltpreises 2016  : Gauck: Umweltschutz ist mühsam und unbequem
Der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Heinrich Bottermann, die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU), Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD), Bundespräsident Joachim Gauck, die Preisträger Bas van Abel, Angelika Mettke und Walter Feeß, sowie die DBU-Kuratoriumsvorsitzenden Rita Schwarzelühr-Sutter stehen am 30.10.2016 in Würzburg (Bayern) bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises 2016 auf der Bühne. Foto: dpa

Bundespräsident Joachim Gauck hob bei einem Festakt am Sonntag in Würzburg den Pioniergeist der Preisträger hervor. „Ich wünsche mir sehr, dass ihr Beispiel Schule macht“, sagte er. Die Gesellschaft müsse die Lebensgrundlagen der Menschheit gemeinsam und über Grenzen hinweg schützen.

Dabei sei auch jeder einzelne Bürger gefragt. „ Umweltschutz überall mitzudenken, das ist ein mühsamer, manchmal unbequemer Lernprozess“, sagte Gauck.

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Preisträger sind der niederländische Unternehmer Bas van Abel für das „Fairphone“ – ein Smartphone, das möglichst wenig Umweltschäden anrichten und unter guten Arbeitsbedingungen produziert werden soll, der Bauunternehmer Walter Feeß und die Bauingenieurin Angelika Mettke. Beide haben sich als Wegbereiter umweltverträglicheren Betons einen Namen gemacht.

Video: Fairphone im Test:

Der Deutsche Umweltpreis wird von der Bundesstiftung Umwelt mit Sitz in Osnabrück verliehen.

„Blauer Engel“ für das Fairphone

Blickt man auf die Daten des Fünf-Zoll-Smartphone – Quadcore-Prozessor, zwei Gigabyte Arbeits­speicher, 32 Gigabyte interner Speicher, LTE, 4G, Platz für zweite SIM-Karte und Speicherkarte –, so ist das Fairphone 2 auf dem Stand der Handy-Mittelklasse um 250 Euro. Für das Fairphone 2 sind aber rund 525 Euro zu zahlen – der Preis für den modularen Aufbau und das Bemühen um Fairness.

Als erstes Smartphone überhaupt ist das Fairphone jetzt von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks mit dem „Blauen ­Engel“ ausgezeichnet worden – auch wegen des Bemühens um Langlebigkeit.

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