BBV zieht sich zurück
Glasfaser-Allianz geht zu Bruch

Ascheberg/Nordkirchen -

Das Glasfaser-Projekt der Gemeinden Ascheberg und Nordkirchen mit der BBV Münsterland ist zu Bruch gegangen. Ein namhafter Anbieter soll in Kürze als neuer Partner präsentiert werden.

Freitag, 28.10.2016, 16:40 Uhr

Die Trennung ist vollzogen: Gestern erklärte BBV-Geschäftsführer Manfred Maschek (re.), dass sein Unternehmen den Glasfaser-Ausbau in Ascheberg und Nordkirchen nicht tätigt.
Die Trennung ist vollzogen: Gestern erklärte BBV-Geschäftsführer Manfred Maschek (re.), dass sein Unternehmen den Glasfaser-Ausbau in Ascheberg und Nordkirchen nicht tätigt. Foto: hbm

Es war ein langes Tauziehen hinter den Kulissen, jetzt gibt es ein Zwischen-Ergebnis: „Die BBV Münsterland wird kein Breitbandnetz in den Gemeinden Ascheberg und Nordkirchen bauen.“ Diese Auskunft von BBV-Geschäftsführer Manfred Maschek an die Bürgermeister der beiden Gemeinden, gab Dr. Bert Risthaus gestern in einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit weiter. „Die Rechtsanwältin der Gemeinden hatte der BBV zuvor eine Frist zur verbindlichen Erklärung über den Fortgang der Errichtung eines Glasfasernetzes gesetzt. Diese Frist war nun abgelaufen“, heißt es dort.

Da sich dieses enttäuschende Ergebnis seit einigen Monaten – nach dem verspäteten ersten Spatenstich wurde nur wenige Wochen intensiv in Davensberg gearbeitet – andeutete, wurden mit Hilfe der Wirtschaftsförderung für den Kreis Coesfeld Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten über eine Fortsetzung des Glasfasernetzausbaus als Alternative zur BBV geführt. „Die Verhandlungen mit einem namhaften deutschen Netzbetreiber sind zwar noch nicht abgeschlossen, befinden sich aber auf der Zielgeraden. Alle Beteiligten erwarten ein erfolgreiches Ergebnis der sehr komplexen Verhandlungen noch in diesem Herbst“, schreibt Dr. Risthaus. Im Falle eines positiven Ergebnisses würden umfassende Informationen der Bürgerschaft und insbesondere der Glasfaserkunden über den Fortgang des Glasfaserprojekts vorbereitet. Bevor weitergehende Auskünfte zu Verträgen, Vertragsinhalten oder auch bestellten Routern getätigt werden könnten, müsse zuerst 100 Prozent Klarheit über den neuen Anbieter vorliegen, setzt Dr. Risthaus auf WN-Nachfrage darauf, das schwierige Terrain Schritt für Schritt hinter sich zu lassen.

Die BBV hatte in den vergangenen Wochen schon in anderen Orten den Rückwärtsgang eingelegt. In Rietberg will ein Konsortium unter Regie der Helinet an den Start gehen. In Ascheberg hat es zwischen dem Unternehmen aus Hamm, das mit der BBV die Nachfrage gebündelt hat, und dem neuen Interessenten kein Gespräch gegeben. „Wir haben es geahnt, sind aber jetzt überrascht“, erklärte Geschäftsführer Ralf Schütte.

Die Frist für die BBV ist nun abgelaufen.

Aus der Pressemitteilung
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