Emotionaler Auftritt beim Unheilig-Konzert
Und dann ist Schluss

Ochtrup -

Es war ein besonders emotionaler Abend für „Unheilig“ und ihre Fans – beim ersten Konzert in Ochtrup und dem vorletzten überhaupt. Der Graf und seine Band, zu der auch die Töpferstädter Christoph „Licky“ Termühlen und Martin „Potti“ Potthoff gehören, gaben vor knapp 9000 Zuschauern auf dem Sportplatz Alte Maate noch einmal alles.

Sonntag, 04.09.2016, 18:00 Uhr

Es war ein besonders emotionaler Auftritt, den der Graf und seine „Unheilig“-Kollegen auf dem Sportplatz Alte Maate hinlegten.
Es war ein besonders emotionaler Auftritt, den der Graf und seine „Unheilig“-Kollegen auf dem Sportplatz Alte Maate hinlegten. Foto: Jens Keblat

Abschiedstourneen haben häufig einen faden Beigeschmack: Den schwierigen Spagat zwischen aufrichtiger Wehmut und Kommerz-Shows schaffen nicht viele Künstler oder Bands. Und dann gibt es da noch den Rücktritt vom Rücktritt, wie ihn beispielsweise die „Scorpions“ mit ihrer mittlerweile dritten Comeback-Tour zelebrieren. Jene, die solche Zweifel auch gegen „Unheilig“ hegten, wurden am Samstagabend eines Besseren belehrt. Mit einem emotionalen Auftritt, der unter die Haut ging, begeisterten der Graf und seine Mitstreiter knapp 9000 Fans auf dem Sportplatz Alte Maate. Vielleicht lag es daran, dass es das vorletzte Konzert der Gruppe überhaupt war. Oder auch daran, dass „Unheilig“ und Ochtrup über das Management, die Musiker und die Bühnencrew besonders eng mit einander verbunden sind.

Unheilig-Konzert in Ochtrup

1/103
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat
  • Foto: Jens Keblat

„Ich bin gerade mal rumgegangen“, erklärte der Ochtruper „Unheilig“-Gitarrist Christoph Termühlen , besser bekannt als „Licky“, am Abend. „In Ochtrup kann man das ja mal machen. Und die ganze Familie ist da.“ Neben anderen Support Acts wie „Schandmaul“, „Wincent Weiss“ oder „Be One“, Letztere ebenfalls mit Ochtruper Besetzung, hatte „Licky“ am Samstag im Vorfeld des „Unheilig“-Auftritts auch mit seiner eigenen Band auf der Bühne gestanden.

Doch der eigentliche Star des Abends war der Graf: Unter dem tosenden Beifall seiner Fans sprintete er pünktlich um 19.45 Uhr auf die mit überdimensionalen Kerzenständern dekorierte und von Nebel umwaberte Bühne. Wirkte die Stimmung anfangs noch etwas nervös und distanziert, sprang der Funke spätestens bei „Lichter der Stadt“ auf das Publikum über.

Der Graf tanzte und dirigierte mit verschlossenen Augen. Die Ochtruper sangen mit. Wenngleich sie auch nicht ganz so textsicher waren wie die eingefleischten „Unheilig“-Fans in den ersten Reihen. Unterbrochen wurde diese gefühlvolle Atmosphäre nur durch kurze Video-Einspieler. Weniger ist manchmal mehr. Der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch. Nach rund 70 Konzertminuten stimmte die Menge die ersten „Oh wie ist das schön“-Rufe an. Und es sollten nicht die letzten an diesem Abend bleiben.

Musikalisch präsentierten sich „Unheilig“ abwechslungsreich: Mal trällerten sie melodische Pop-Hymnen, dann wieder spielten sie harten Gothic-Rock. Diesen Wechsel hörte man dem Grafen auch gesanglich an, wenn er das „R“ auf einmal wie „ Rammstein “-Frontmann Till Lindemann rollte. Zwischendrin fand der Glatzkopf mit dem extravaganten Bärtchen immer wieder persönliche Worte für Ochtrup, die über die Standard-Sprüche wie „Ihr seid der Hammer!“ weit hinausgingen.

Nach gut eineinhalb Stunden war das reguläre Programm dann durch. Auch wenn das weiße Hemd des Grafen zu diesem Zeitpunkt bereits nur so vor Schweiß triefte, legten „Unheilig“ noch einmal nach. Als Zugaben kredenzten sie „Für mich soll es rote Rosen regnen“, „Geboren um zu leben“, „Für immer“, „Maschine“ und „Der Vorhang fällt“ – inklusive dieses einen besonderen Moments, als die Zuschauer mit ihren Feuerzeugen und Smartphones den Sportplatz Alte Maate in ein Lichtermeer verwandelten.

Um 21.55 Uhr verabschiedeten sich „Unheilig“ dann Fahne schwenkend und mit ihrer Nummer „Zeit zu gehen“ von der Bühne. Im Anschluss holte sich jedes Band-Mitglied noch seinen verdienten Einzelapplaus ab. Und dann – so nüchtern das auch klingt – war Schluss. Schade eigentlich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4282270?categorypath=%2F2%2F62%2F798625%2F819239%2F
Nachrichten-Ticker