Borkener brachte Frau mit einer geöffneten Gasflasche in Lebensgefahr
Mordversuch aus verschmähter Liebe

Borken -

Borken - Das Landgericht in Münster hat am Montag einen 51-Jährigen zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er im Dezember in Borken einen Mordanschlag auf seine Nachbarin verübt hat.

Montag, 10.08.2015, 20:28 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 10.08.2015, 19:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 10.08.2015, 20:28 Uhr
Das Landgericht in Münster hat am Montag einen 51-Jährigen zu sieben Jahren Haft verurteilt.
Das Landgericht in Münster hat am Montag einen 51-Jährigen zu sieben Jahren Haft verurteilt. Foto: Peter Steffen

Das Landgericht in Münster hat am Montag einen 51-Jährigen zu sieben Jahren Haft verurteilt, weil er im Dezember in Borken einen Mordanschlag auf seine Nachbarin verübt hat. Mitten in der Nacht drehte er in der Garage der Frau eine Gasflasche auf und verschloss anschließend wieder das Tor. Nur durch großes Glück entzündete sich das Gas-Luftgemisch nicht, weil die Hofbesitzerin und eine Angestellte das ausströmende Gas vor Ort bemerkten. „Sie waren ganz nah an der Voll­endung“, hieß es in der Urteilsbegründung.

Motiv war offenbar verschmähte Liebe. Der Familienvater hatte die 46-Jährige kennengelernt, als er auf ihrem Hof arbeitete. Als der 51-Jährige der Frau seine Liebe gestand, brach nach deren Ablehnung für ihn wohl eine Welt zusammen. Um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, schickte er ihr unter anderem in einem goldenen Briefumschlag Kondome. Durch DNA-Spuren an dem Brief rückte er ins Visier der Ermittler. Zu der Tat hatte der Angeklagte bis zum Schluss nichts gesagt.

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