Zerstörungsserie im Kreis Steinfurt
Ermittlungen eingestellt

Kreis Steinfurt -

Die Staatsanwaltschaft in Münster hat das Ermittlungsverfahren wegen der massenhaften Zerstörung von Wegekreuzen und Heiligenfiguren im Kreis Steinfurt eingestellt.

Freitag, 07.08.2015, 14:50 Uhr

Über 40 Bildstöcke wurden im Kreis Steinfurt zerstört.
Über 40 Bildstöcke wurden im Kreis Steinfurt zerstört. Foto: Kotterba

Die sechs Tatverdächtigen könnten nicht mehr befragt werden, da sie sich im Ausland aufhielten, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Münster , Oberstaatsanwalt Heribert Beck , auf Nachfrage. Vor anderthalb Jahren waren rund um Ibbenbüren, Rheine und Saerbeck mehr als 40 Bildstöcke und Heiligenstatuen zerstört worden.

Auffällig war, dass allen Statuen der Kopf abgeschlagen wurde – ob dem Heiligen Josef in Laggenbeck oder der Schutzpatronin Barbara in Ibbenbüren Dickenberg. Die Zerstörungsserie hatte die Polizei im Kreis Steinfurt über Wochen in Atem gehalten. Doch ein Verfahren wird es nicht geben. „Es gibt keinen hinreichenden Tatverdacht“, sagte Beck. Wie die sechs Männer, die Medienberichten zufolge dem islamistischen Milieu zuzuordnen sind, ins Visier der Ermittler geraten sind, wollte der Sprecher nicht sagen. Er bestätigte lediglich, dass drei der sechs Verdächtigen mutmaßlich nach Syrien ausreist seien, einer verstorben und ein weitere unbekannt verzogen sei.

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