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Austauschmotor für das Auto - worauf zu achten ist

Viele Besitzer möchten sich nicht von ihrem Auto trennen, obwohl der Motor irreparable Schäden aufweist. Sei es aus Kostengründen, oder weil sie einfach an dem Fahrzeug hängen. Zu überlegen ist nun, ob ein gebrauchter oder neuer Austauschmotor eingebaut wird.

Freitag, 07.12.2018, 10:55 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 10:59 Uhr
Auto: Austauschmotor für das Auto - worauf zu achten ist
Gebraucht oder neu? Diese Frage stellen sich viele Autobesitzer. Foto: Colourbox.de

Gebrauchter Austauschmotor

Generell ist ein gebrauchter Motor günstiger als ein neuer. Ausnahmen stellen Oldtimer dar, neue Motoren sind in der Regel nicht mehr verfügbar, oder aber sehr teuer. Sammlerstücke haben mitunter exorbitante Preise. 
Der technische Zustand lässt sich in ausgebautem Zustand nur schwer beurteilen. Ist der Motor allerdings noch in einem Fahrzeug eingebaut, vereinfacht dies eine genaue Überprüfung.
Der Motor wird angelassen, er sollte sauber und rund laufen, ohne verdächtigte Nebengeräusche. Auf jeden Fall muss der Kompressionsdruck (Druck der Zylinder) geprüft werden. Etwaiger Verschleiß an wichtigen Teilen würde sofort auffallen. Auch rein optisch sollte der Motor einen guten Eindruck machen. Ungepflegte und verölte Motoren kommen für einen Austausch nicht in Frage. 

Die Modellvielfalt der Hersteller ist groß, gerade bei einem gebrauchten Motor muss darauf geachtet werden, dass er auch zum eigenen Fahrzeug passt. Nicht jeder Motor kann in jede Karosserie eingebaut werden. Die Motornummer und das Fahrzeughandbuch geben darüber Auskunft. 
Sind besondere Extras verbaut, wie z. B. Kompressor, Turbo, spezielle Auspuffkrümmer oder ähnliches, ist Vorsicht geboten. Der Fahrer legte vielleicht besonderen Wert auf hohe Leistung und sportliche Fahrweise. So dürfte die Lebenserwartung des Motors nicht besonders hoch sein. Außerdem ist zu beachten, ob für die zusätzlichen Teile genügend Platz im eigenen Motorraum vorhanden ist. 
Stammt der Motor von einem ausländischen Fahrzeug, gelten eventuell andere Bestimmungen. Die Technik ist zwar kompatibel, aber ob der TÜV seinen Segen dazu gibt, ist fraglich.

Neuer Austauschmotor

Wenn der Motor defekt ist, muss ein neues Herz für’s Auto her. Alles spricht dafür, die Kosten sind natürlich höher als bei einem gebrauchten. Dafür besteht auch ein Gewährleistungsanspruch. Der Zeitraum liegt bei mindestens 12 Monaten, abhängig von Hersteller und Werkstatt. Der neue Austauschmotor hat selbstverständlich auch eine gesteigerte Lebenserwartung und ist weniger reparaturanfällig.

Die Kosten:
Ein gebrauchter Austauschmotor ist oft schon für wenige hundert Euro zu haben. Der Einbau ist für jemanden, der handwerklich begabt ist und über eine entsprechende Werkstatt verfügt, kein Problem.

Anders sieht es aus, wenn der neue Austauschmotor in einer Vertragswerkstatt eingebaut wird. Der Motor selber kostet Geld, dazu kommen Monteurstunden und die üblichen Kleinteile.
Durchschnittlich entstehen so für einen Kleinwagen Kosten in Höhe von rund 5.000 Euro. Für Mittel- oder Oberklassewagen ist mindestens mit dem doppelten zu rechnen. Für 10.000 Euro oder mehr gibt es aber schon Neuwagen zu kaufen.
Tipp: Vor dem Austausch  Kostenvoranschläge einholen. Vertragswerkstätten berechnen meist höhere Preise als Freie Werkstätten.

Fazit:
Häufig lohnt es sich nicht, in ältere Fahrzeuge einen Austauschmotor einzubauen. Die Kosten könnten höher sein als der eigentliche Fahrzeugwert.
Ist der Wagen relativ neu, sind gebrauchte Austauschmotoren nicht verfügbar. So muss auf einen neuen zurückgegriffen werden.

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