Live-Album
Tanya Tucker unterstützt legendären Troubadour-Club

Es ist gerade ein Jahr her, da hat sie mit einem Album nach einer langen Karriere zum ersten Mal Grammys abgeräumt. Und schon wirft Tanya Tucker ein neues Werk auf den Markt - dieses Mal für einen guten Zweck.

Samstag, 17.10.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 17.10.2020, 06:02 Uhr
Der Troubadour-Club kann die Unterstützung von Tanya Tucker gut gebrauchen.
Der Troubadour-Club kann die Unterstützung von Tanya Tucker gut gebrauchen. Foto: Derrek Kupish

Nashville (dpa) - Die rauchige Stimme ist das Markenzeichen von Tanya Tucker. Ab und zu mal pink oder weißblond gefärbte Haare, aber das braucht die 62-jährige nicht, um auf sich aufmerksam zu machen.

Schon seit den 70er Jahren ist sie eine feste Größe der Country Music, ihren ersten Vertrag erhält sie schon mit 13. Es folgt eine Karriere mit mehr Höhen als Tiefen. Songs wie «Delta Dawn», «Would You Lay With Me» oder «Just Another Love» wurden Nummer-eins-Hits.

Viele Preise und Ehrungen nahm sie mit nach Hause, doch der ganz große Erfolg - ein Grammy - wollte sich einfach nicht einstellen. Nach der zehnten Nominierung ohne zählbaren Erfolg sah sie sich schon mit einem Anflug von Sarkasmus als «alleinige Rekordhalterin» in dieser Nicht-Kategorie. Doch der Erfolg kam 2020 gleich doppelt - für «While I'm Livin'» gab es einen Grammy für das Country-Album des Jahres und der Song «Bring Me Flowers Now» wurde zusätzlich zum Country-Song des Jahres gewählt. Und der «Rolling Stone» wählte das Album noch zum «besten Country- und Americana-Album 2019».

Doch die frischgebackene Preisträgerin denkt nicht daran, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen, vielmehr denkt sie an Andere. Mit einem Teil der Einnahmen aus ihrem Album «Live From The Troubadour» will sie in den Zeiten der Corona-Pandemie den Mitarbeitern des legendären Musikclubs The Troubadour in West Hollywood in Kalifornien, seit Jahrzehnten ein Treffpunkt berühmter Musiker, unter die Arme greifen.

Dort, wo ein gewisser Elton John seinen ersten Auftritt in den USA hatte, wo ein gewisser John Lennon alkoholisiert vor die Tür gesetzt wurde, oder wo Guns N' Roses bei ihrem ersten Auftritt entdeckt wurden, dort herrschen in Zeiten der Pandemie Stille und Stillstand - «Currently Closed» heißt es dazu auf der Website.

«Es gibt so viele Menschen und Orte, die gerade in einer schwierigen Situation sind, und für mich, die seit ihrer Kindheit 'on the road' ist und weiß, dass diese legendären Veranstaltungsorte wie das Troubadour ohne Shows gerade keinen Cent einnehmen, macht es einfach Sinn, etwas zurückzugeben», sagt Tucker. «Ich kann nicht bei den Fans sein, also ist dies mein Liebesbrief an sie.»

«Live From The Troubadour» (Fantasy Records/Universal Music) enthält 15 Songs, darunter Tuckers Nummer-1-Country-Hits wie «Strong Enough To Bend», «What's Your Mama's Name, Child» oder «Blood Red and Goin' Down». Ein besonderes musikalisches Highlight ist ein Medley aus Bruce Springsteens «I'm on Fire» und Johnny Cashs «Ring of Fire», das mit Tuckers rauchiger Stimme besondere Würze erhält.

© dpa-infocom, dpa:201010-99-896359/4

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