Brückenteile nicht geliefert
Herber Rückschlag für Bahnhof-Umbau

Dülmen. Beim Umbau des Bahnhofes hat es jetzt einen massiven Rückschlag gegeben. Wegen Baumängeln konnten wichtige Brückenteile nicht ausgeliefert werden. Was das für Folgen hat, lesen Sie hier.

Dienstag, 20.04.2021, 15:54 Uhr aktualisiert: 20.04.2021, 17:12 Uhr
Brückenteile nicht geliefert: Herber Rückschlag für Bahnhof-Umbau
Bislang ist nur der Untergrund für die neue Brücke geliefert worden. Foto: Stadt Dülmen

Herber Rückschlag beim Bahnhof-Umbau: Die Bauteile für die neue Fußgänger- und Radfahrbrücke sind nicht geliefert worden. Sie sollten eigentlich in der Nacht zu Dienstag per Lkw zur Baustelle gebracht werden.

Der von der Stadt beauftragte Fertigungsüberwacher hat jedoch Mängel an den hergestellten Brückenteilen festgestellt, die in den vergangenen Monaten von einem Stahlbau-Unternehmen gefertigt wurden. Es fehlen außerdem noch notwendige Nachweise für eine Abnahme.

„Solange die Mängel nicht behoben sind und solange der Gutachter kein grünes Licht gibt, werden wir die Bauteile nicht annehmen. Das ist auch vertraglich so festgelegt“, erläutert Stadtbaurat Markus Mönter.

Stadt hatte Unternehmen auf Mängel hingewiesen

Die Stadt hatte das Unternehmen zuletzt mehrfach auf die Mängel hingewiesen: Trotz intensiven Austauschs fehlten am Montagmorgen jedoch die notwendigen Nachweise, sodass von Seiten der Stadt keine Genehmigung für den Transport der Bauteile erteilt werden konnte. Dies hat zur Folge, dass der vorgesehene Termin, an dem die Brücke über die Schienen gehoben und montiert werden soll, voraussichtlich nicht eingehalten werden kann.

Sperrpause steht auf der Kippe

Die Stadt hat für diese Arbeiten mit der Deutschen Bahn eine Sperrpause für die Nacht vom 15. auf den 16. Mai verhandelt, da in der Zeit der Arbeiten keine Züge fahren dürfen. „Wir arbeiten jetzt an einem Plan B und führen Gespräche mit der Deutschen Bahn, um vorsichtshalber einen zweiten, zeitnahen Termin für den Einhub der Brücke zu finden“, sagt Mönter.

Ebenso hat die Stadt das Stahlbauunternehmen aufgefordert, konstruktiv an einer Lösung mitzuarbeiten. „Wir sind weiterhin an einer ergebnisorientierten Zusammenarbeit interessiert, gerade im Hinblick auf den engen Zeitplan des Bahnhof-Projektes. Wenn das beauftragte Unternehmen seine vertraglichen Pflichten jedoch weiterhin nicht erfüllt, müssen wir weitere Schritte prüfen“, sagt der Stadtbaurat.

Die Arbeiten an den weiteren Projektbausteinen wie dem Fahrradparkhaus, den Park&Ride-Parkplätzen und dem Vorplatz sind von diesen Verzögerungen vorerst nicht betroffen und laufen ohne Einschränkungen weiter.

Mehr zu dem Thema lesen Sie in der DZ-Ausgabe von Mittwoch.

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